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Wie entstand die Demokratie?


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Alt-Historiker, Professor Gregor Weber, spürt den Anfängen der Demokratie nach.



Die Demokratie wurde nicht als fertige Staatsform "erfunden", sondern stellt das Ergebnis eines Prozesses dar. 594/3 v.Chr. reagierte der Aristokrat Solon auf soziale Probleme in Athen: Alle erwachsenen männlichen Bürger wurden zur Volksversammlung zugelassen, doch blieben wichtige Ämter der Elite vorbehalten. Kleisthenes zerschlug 508/7 bestehende Adelsrivalitäten und begründete die Vertretung von ganz Athen und Attika in Volksversammlung, Rat und Volksgericht. Nachdem die armen Athener als Ruderer auf den Schiffen durch die Siege gegen die Perser immer wichtiger wurden, brachten die Reformen des Ephialtes (462/1) den Durchbruch: Zentrale Kontrollfunktionen wurden auf die gesamte Bürgerschaft übertragen. Kurz darauf stellte Perikles durch Tagegelder für Amtsträger sicher, dass auch ärmere Bürger am politischen Leben teilhaben konnten. Damit war das System einer direkten Demokratie geschaffen, das auch in anderen griechischen Städten praktiziert wurde, jedoch während der römischen Herrschaft außer Gebrauch kam. Erst im 18. Jahrhundert hat man sich wieder mit dem griechischen Vorbild befasst und die heutigen Formen entwickelt.