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Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien


Der Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien, der 1997 auf Initiative des Gründers von FILL e. V., des Unternehmers und späteren Augsburger Friedenspreisträgers Helmut Hartmann, erstmals ausgeschrieben wurde, zeichnet hervorragende Leistungen von Nachwuchswissen-schaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus, deren Forschung sich mit der interkulturellen Wirklichkeit in Deutschland und den damit zusammenhängenden Fragen und Herausforderungen auseinandersetzt. Die jährliche Ausschreibung wendet sich an alle wissenschaftlichen Disziplinen und will in besonderer Weise interdisziplinär und innovativ angelegte Qualifikations-arbeiten prämieren. Mit der Vergabe des Preises sollen Anreize für thematisch einschlägige Forschungsarbeiten gegeben und interkulturelle Fragestellungen besonders gefördert werden. Damit ist das Anliegen verbunden, dass die Wissenschaft Forschungsergebnisse bereitstellt, die einen Beitrag zum besseren Verständnis einer von Diversity geprägten Gesellschaft und den hier notwendig werdenden Gestaltungsformen leisten. Durch die Auszeichnung exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wird die Bedeutsamkeit interkultureller Studien für ein friedliches Zusammenleben in offenen Gesellschaften hervorgehoben und die wissenschaftliche Entwicklung im Hinblick darauf unterstützt und vorangetrieben.

Die Ausschreibung für den Preis 2013 finden Sie hier.

Preisträgerinnen und Preisträger

  • Dr. Möhring, Maren, Universität zu Köln, Hauptpreis (2012): Ausländische Gastronomie. Migrantische Unternehmensgründungen, neue Konsumorte und die Internationalisierung der Ernährung in der Bundesrepublik Deutschland
  • Brosig, Michaela, Freie Universität Berlin, Förderpreis (2012): „Neukölln unlimited?“ Lebenswelten und Handlungsstrategien junger Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund
  • Dr. Ha, Kien Nghi, Universität Bremen, Hauptreis (2011): In the Mix. Postkoloniale Streifzüge durch die Kulturgeschichte der Hybridität
  • Klingenberg, Darja, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Förderpreis (2011): Humor in der Migration. Phänomene der Grenzüberschreitung
  • Dr. Spielhaus, Riem, Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptpreis (2010): Wer ist hier Muslim?  
  • Issmer, Christian, Philipps-Universität Marburg, Förderpreis (2010): Der Einfluss von Metaperceptions auf Kontakterfahrungen und Einstellungen im Intergruppenkontext  
  • Dr. Thielen, Marc Oliver, Johann Wolfgang Goethe Universität zu Frankfurt am Main, Hauptpreis (2009): Wo anders leben? – Migration, Männlichkeit und Sexualität in biografischen Erzählungen iranischer Männer in Deutschland
  • Krahn, Olga, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Förderpreis (2009): Lokale Identitäten und Gemeinschaft. Beteiligung von Spätaussiedlern an "Soziale Stadt"-Programmen – dargestellt am Piusviertel in Ingolstadt
  • Dr. des. Feierstein, Liliana Ruth, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Hauptpreis (2008): Von Schwelle zu Schwelle: Randgänge(r). Eine Lektüre der Gestualität gegenüber den 'Anderen' aus dem Blickwinkel des jüdischen Denkens
  • Wellgraf, Stefan, Europa-Universität Viadrina Fankfurt/Oder, Förderpreis (2008): Migration und Medien. Wie Fernsehen, Radio und Print auf die Anderen blicken
  • Dr. Seukwa, Louis Henri, Universität Hamburg, Hauptpreis (2007): Kompetenz als Habitus der Überlebenskunst – Zum Verhältnis von Kompetenz und Migration im Spiegel von Flüchtlingsbiographien
  • Weibert, Anne, Universität Dortmund, Förderpreis (2007): Mediale Integration ethnischer Minderheiten – Vergleich von Lokalberichterstattung über Türken in Deutschland und Hispanics in den USA
  • Prof. Doz. Dr. Bechmann, Ulrike, Universität Bayreuth (2006): Abraham – Beschwörungsformel oder Präzisierungsquelle? Bibeltheologische und religionswissenschaftliche Untersuchungen zum Abraham-Paradigma im interreligiösen Dialog
  • Dr. Koch, Ute, Universität Osnabrück (2005): Die Herstellung und Reproduktion sozialer Grenzen: Roma in einer westdeutschen Großstadt
  • P. Dr. Alt, Jörg SJ, Humboldt-Universität zu Berlin (2004): Leben in der Schattenwelt. Problemkomplex illegale Migration. Neue Erkenntnisse zur Lebenssituation ‚Illegaler' aus München und anderen Orten Deutschlands
  • Dr. Pourgholam-Ernst, Azra, Universität Dortmund (2003): Das Gesundheitserleben von Frauen aus verschiedenen Kulturen. Frauen und Gesundheit: Eine empirische Untersuchung zum Gesundheitserleben ausländischer Frauen in Deutschland aus salutogenetischer Sicht
  • Dr. Straßburger, Gaby, Universität Essen (2002): Heiratsverhalten und Partnerwahl im Einwanderungskontext: Eheschließungen der zweiten Migrantengeneration türkischer Herkunft
  • Prof. Dr. Langenfeld, Christine, Georg-August-Universität Göttingen (2001): Integration und kulturelle Identität zugewanderter Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland – eine Untersuchung am Beispiel des allgemeinbildenden Schulwesens
  • Dr. Karakasoglu-Aydin, Yasemin, Universität Gesamthochschule Essen (2000): Religiöse Orientierungen und Erziehungsvorstellungen. Eine empirische Untersuchung an türkischen Lehramts- und Pädagogik-Studentinnen im Ruhrgebiet
  • Dr. Encarnación, Gutiérrez Rodriguez, Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Frankfurt am Main (1999): Jongleurinnen und Seiltänzerinnen - Dekonstruktive Analyse von Biographien im Spannungsfeld von Ethnisierung und Vergeschlechtlichung: Selbstverständnisse, Handlungsstrategien und Verortungsperspektiven weiblicher Intellektueller im Kontext der Arbeitsmigration
  • Märker, Alfredo, Universität Bamberg (1998): Zuwanderung in die Bundesrepublik: Universalistische und partikularistische Gerechtigkeitsaspekte