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AlumniNews – November 2016


Perspektivenwechsel...

2016_11 Franz Newsletter

... ist für den Lehramtsstudenten Sebastian Franz einer der Punkte, die einen guten Lehrer ausmachen. Er will seinen Unterricht später auch noch mit den Augen seiner Schüler sehen können, um nicht irgendwann „an ihnen vorbei zu senden“. Dafür brauche es eine nötige Prise Kritizismus und stets einen offenen Blick für Neues.

Diesen übt der Lehramtsstudent mit der Fächerkombination Germanistik und Evangelische Theologe nicht nur an der Uni. Franz fährt beinahe jedes Wochenende in seine oberfränkische Heimat, um den mittlerweile 40 Mann starken Chor zu leiten, den er vor sechs Jahren gegründet hat. Das Musizieren und die Arbeit mit Menschen von Jung bis Alt sind ihm eine wirkliche Freude.

 Sicherlich hätte er auch ohne das Deutschlandstipendium versucht, dieses Engagement zusätzlich zum Studium aufrecht zu erhalten. Aber die Unterstützung ist für ihn eine große Erleichterung, die ihm Freiräume ermöglicht. Die Förderung nutzt der Lehramtsstudent aber auch für Bücher, Rhetorikkurse oder für eine Fortbildung zur Regionalsprachenforschung. Schließlich faszinieren den jungen Germanisten – der übrigens selbst ostfränkischen Dialekt spricht – vor allem die regionalen Unterschiede und Färbungen der deutschen Sprache.

 Doch nicht nur die Sprache, auch der Glaube und seine praktische Ausübung unterscheiden sich von Ort zu Ort. Davon konnte Sebastian Franz sich im letzten Jahr auf einer Studienreise nach Afrika überzeugen. Die theologische Begegnung mit angehenden Diakonen dort wäre ohne finanzielle Unterstützung undenkbar gewesen. Auf diese Weise nutzt er den Freiraum den das Deutschlandstipendium ihm ermöglicht, um seine fachlichen  Interessen noch intensiver verfolgen zu können.

Beim Deutschlandstipendium ist man eben keine anonyme Nummer. Auch wenn der private Förderer von Sebastian Franz keinen fachlichen Bezug zu dessen Studienfächern hat, stehen beide im regen E-Mail Kontakt. Zum Abschluss hat der Student nur noch eines zu sagen: „Vielen Dank! An alle Förderer – und im Namen aller Stipendiaten: Das ist eine sehr große Ehre!“