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Gender und kulturelle Heterogenität in der Schule: Aktuelle Forschungszugänge (Dr. Verena Schurt, Dr. Wiebke Waburg, Matthias Hummel, M.A.)


Vergeschlechtlichte‘ Stereotypen über Migrantinnen und Migranten spielen im gesamtgesellschaftlichen Diskurs sowie in den Bildungsinstitutionen eine große Rolle. Sie sind durch eine bipolare Gegenüberstellung von mutmaßlich patriarchal dominierten migrantischen vs. emanzipatorisch orientierten ‚deutschen‘ Geschlechterverhältnissen gekennzeichnet. Am deutlichsten werden diese stereotypen Bilder beim Blick auf Frauen mit türkischem Migrationshintergrund (häufig sind hierbei auch Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten gemeint).

Wie jedes andere pädagogische Handlungsfeld ist die Schule dazu aufgerufen, gesamtgesellschaftlich wirksame Gegenüberstellungen von scheinbar unmodernen migrantischen und als emanzipiert begriffenen Geschlechterarrangements der Mehrheitsgesellschaft kritisch zu reflektieren. Dafür bedarf es beim pädagogischen Personal der Entwicklung genderbezogener interkultureller Kompetenzen und einer umfassenden interkulturellen Öffnung von Schulen mit besonderem Fokus auf die Genderperspektive. Eine solche Perspektive wird in den aktuellen am ZdFL verorteten Projekten eingenommen. Im Vortrag werden neben den theoretischen Grundlagen zum Zusammenhang von Ethnizität und Geschlecht und den daraus folgenden Herausforderungen an Schule erste Forschungsergebnisse vorgestellt.

Zur Homepage von Dr. Verena Schurt, Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung (ZLbiB, ehemaliges ZdFL)

Zur Homepage von Dr. Wiebke Waburg, Professur für Pädagogik der Kindheit und Jugend

Matthias Hummel, Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung (ZLbiB, ehemaliges ZdFL)