Suche

Das Vergabeverfahren in zulassungsbeschränkten Studiengängen


Grundlagen für die Vergabe von Studienplätzen in zulassungsbeschränkten Studiengängen:


Allgemeine Hinweise:

Die Universität Augsburg führt zur Vergabe der Studienplätze in zulassungs-beschränkten Studiengängen örtliche Auswahlverfahren durch. Grundlagen hierfür sind

  • das Bayerische Hochschulzulassungsgesetz (BayHZG),
  • die Hochschulzulassungsverordnung (HZV),
  • die Zulassungszahlsatzung der Universität Augsburg sowie
  • die Zulassungszahlsatzung der Universität Augsburg in der jeweils gültigen Fassung.
Ab dem Wintersemester 2016/2017 wird ein Teil der zulassungsbeschränkten Studiengänge der Universität Augsburg im Rahmen des Dialogorientierten Serviceverfahrens (DoSV) über hochschulstart.de vergeben, ab dem Wintersemester 2017/2018 dann alle zulassungsbeschränkten Studiengänge. Informationen zum Verfahren und der Bewerbung finden Sie auf den Webseiten der Studentenkanzlei.
 
Die Bewerbung ist immer nur für einen zulassungsbeschränkten Studiengang möglich.

Ist ein Studiengang in allen Fachsemestern zulassungsbeschränkt, kann ein Zulassungsantrag sowohl für das erste wie auch für ein höheres Semester gestellt werden, soweit für dieses bereits anrechenbare Studienleistungen vorliegen. Liegt oder lag bereits eine Immatrikulation in dem beantragten Studiengang an der Universität Augsburg vor, so ist die Bewerbung für das erste Semester ausgeschlossen.

Wer zum Bewerbungsstichtag das 55. Lebensjahr vollendet hat, wird an einem Auswahlverfahren nur beteiligt, wenn für das beabsichtigte Studium unter Berücksichtigung der persönlichen Situation schwerwiegende wissen-schaftliche oder berufliche Gründe sprechen.

Die Zulassungs- und Ablehnungsbescheide für zulassungsbeschränkte Studiengänge, die  lokal an der Universität Augsburg vergeben werden, werden voraussichtlich Anfang August online gestellt und können über die Selbstbedienungsfunktion im Online-Portal heruntergeladen werden. Über den Zeitpunkt der Onlinestellung der Bescheide wird per E-Mail informiert.

Die Zulassungsbescheide für zulassungsbeschränkte Studiengänge, die im Rahmen von DoSV vergeben werden, können voraussichtlich im Lauf des Monats August nach Ihrer Online-Immatrikulation über Ihren Account abgerufen werden. Über den Zeitpunkt der Onlinestellung der Bescheide wird per E-Mail informiert.

Bitte beachten Sie, dass die Universität Augsburg keinerlei Auskünfte zu den Durchschnittsnoten für die Zulassung erteilen kann, solange das Zulassungs-verfahren nicht beendet ist. Die Termine für die einzelnen Immatrikulations-fristen sind auf den entsprechenden Seiten der Studentenkanzlei ersichtlich (Immatrikulationstermine).

Die Bewerbung muss jedes Semester erneut erfolgen. Eine "Reservierung" von zugeteilten Studienplätzen aus dem letzten Zulassungsverfahren, die nicht angenommen wurden, ist nicht möglich. Ausnahme: Für die Studiengänge des DoSV-Verfahrens  kann ein so genannter Rückstellungsbescheid angefordert werden, wenn Bewerberinnen und Bewerber einen Dienst oder freiwilligen Dienst leisten, aber ein Zulassungsangebot oder eine Zulassung erhalten und diese auf Grund des Dienstes nicht realisieren können.

Es ist immer dafür Sorge zu tragen, dass die Erreichbarkeit der Bewerberinnen und Bewerber bei einer eventuellen Zulassung im Nachrückverfahren gilt nur für zulassungsbeschränkte Studiengänge, die noch für das Wintersemester 2016/2017 lokal vergeben werden) gewährleistet ist. 

Dienste:

Als Dienst im Sinne der geltenden Rechtsvorschriften werden berücksichtigt:

  • ein freiwilliger Wehrdienst nach dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten
  • ein Zivildienst sowie Dienste im Ausland gemäß §14b Zivildienstgesetz (ZDG)
  • ein freiwilliges soziales Jahr
  • ein freiwilliges ökologisches Jahr
  • ein europäischer Freiwilligendienst
  • ein Internationaler Jugendfreiwilligendienst
  • ein Bundesfreiwilligendienst
  • die Förderprogramme Weltwärts und Kulturweit von jeweils mindestens sechsmonatiger Dauer
  • ein mindestens zweijähriger Dienst als Entwicklungshelfer
  • die Betreuung oder Pflege eines Kindes oder sonstigen Angehörigen bis zur Dauer von drei Jahren, sofern diese Tätigkeit vollzeitbeanspruchend ausgeübt wurde und sie von ihrem Umfang und Intensität mit den übrigen Diensten vergleichbar ist.

 

Zulassungsreihenfolge:

Die Auswahl im Rahmen des örtlichen Zulassungsverfahrens der Bewerberinnen und Bewerber erfolgt im Rahmen verschiedener Quoten.

Zunächst werden alle „Vorab Auszuwählenden“ (Nr. 1) berücksichtigt, danach die Vorabquoten abgearbeitet (Nr. 2 – 5) und die dann verbleibenden Studienplätze nach den Nr. 6 bis 8 vergeben. Bewerberinnen und Bewerber der Nr. 9 und 10 werden zuerst in den Quoten der Nr. 6 bis 8 berücksichtigt und wenn dort keine Zulassung erfolgen kann, in den Quoten von Nr. 9 und 10 bearbeitet.

Bewerberinnen und Bewerber, die über einen Hochschulzugang für qualifizierte Berufstätige gemäß Art. 45 BayHSchG und eine sonstige (schulische) Studien-berechtigung verfügen, müssen entscheiden, nach welcher Zugangs-berechtigung ihr Antrag behandelt werden soll (entweder nach Nr. 5 oder nach Nr. 6 bis 8). Wenn Sie sich für Nr. 5 entscheiden, ist folgendes zu beachten:

Wer den Quoten der nachstehenden Nr. 2 bis 5 unterfällt, kann nicht in den Quoten nach Nr. 6 bis 8 zugelassen werden. Wer in mehreren Quoten der Nummern 6 bis 8 zu berücksichtigen ist, wird auf allen drei Ranglisten geführt.

I. "Vorabquoten" - Art. 5 Abs. 3 BayHZG, § 27 Abs. 1, § 33 Abs. 3 HZV

Nr. 2: Ausländische Staatsangehörige - Art. 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BayHZG

Fünf Prozent der Studienplätze werden für ausländische und staatenlose Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung gestellt, soweit sie nicht Deutschen gleichgestellt sind. Gleichgestellt sind Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU sowie des Europäischen Wirtschaftsraumes und ausländische Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in der Bundesrepublik Deutschland oder an einer deutschen Auslandsschule erworben haben. Auswahlkriterium für die Reihung der Bewerberinnen und Bewerber ist hierbei der Grad der Quali-fikation.

Nr. 3: Übergängerinnen und Übergänger der Hochschulen für angewandte Wissenschaft - Art. 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BayHZG

Bis zu vier Prozent der Studienplätze werden an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die in einem noch nicht abgeschlossenen Studiengang die Qualifikation für das gewählte Studium erworben haben (z.B. durch ein Vordiplom oder entsprechende Leistungspunkte an einer Fachhochschule). Auswahlkriterium ist die Note der Hochschulzugangsberechtigung für die Fachhochschule (Hochschule für Angewandte Wissenschaften) - Fachhochschulreife.

Bei Bachelor-Studiengängen ist hier der Erwerb von Leistungspunkten nachzuweisen, die nach den Festlegungen der jeweiligen Prüfungsordnung innerhalb der ersten zwei Fachsemester erreicht werden sollen. Hierfür ist die Vorlage einer Bestätigung des Prüfungsamtes der jeweiligen Hochschule nötig.

Nr. 4: Zweitstudienbewerberinnen und Zweitstudienbewerber - Art. 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 BayHZG

Bis zu vier Prozent der Studienplätze werden an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die bereits ein Studium in einem anderen Studiengang (auch Fachhochschulstudiengang) abgeschlossen haben. Wenn das Abschlusszeugnis bis spätestens dem 15.7. des jeweiligen Jahres vorliegt, ist der Tatbestand "Zweitstudienbewerber" erfüllt, die Auswahl erfolgt nur unter Bewerberinnen und Bewerbern, die ebenfalls bereits ein Studium abgeschlossen haben. Auswahlkriterium ist dabei ein Punktesystem, bei dem die maßgeblichen Gründe für das Zweitstudium und die Abschlussnote des Erststudiums berücksichtigt werden. Es ist deshalb erforderlich, ausführlich zu begründen, ob das Zweitstudium aus beruflichen oder wissenschaftlichen Gründen angestrebt wird. Dem Antrag ist das Abschlusszeugnis (mit Noten-angabe) des Erststudiums in Kopie beizufügen.

Nr. 5: Beruflich Qualifizierte ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung - Art. 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 BayHZG

Drei Prozent der Studienplätze stehen beruflich Qualifizierten zur Verfügung. Auswahlkriterium ist die Durchschnittsnote der Abschlussprüfung bzw. der Hochschulzugangsberechtigung (weitere Informationen).

Nr: 9: „Sportlerquote“ - Art 5 Abs. 3 Satz 2 HZG

Ein Prozent der Studienplätze stehen für Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung, die einem auf Bundesebene gebildeten A-, B- oder C-Kaders eines Bundesfachverbands des Deutschen Olympischen Sportbunds angehören. Die Zugehörigkeit ist durch eine entsprechende Bestätigung des Fachverbandes nachzuweisen. Bewerberinnen und Bewerber wenden sich in diesem Fall vorab an die Studentenkanzlei. Nach der Novellierung der HZV werden Anträge im Rahmen der Sportlerquote jedoch zuerst den Quoten Wartezeit, Qualifikation und Hochschulauswahlverfahren zugeordnet und erst dann, wenn darüber keine Zulassung möglich ist, nachrangig in der Sportlerquote berücksichtigt.

Nr. 10: Außergewöhnlicher Härte - Art. 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BayHZG

Eine außergewöhnliche Härte liegt insbesondere vor, wenn soziale oder familiäre Gründe in der Person der Bewerberin oder des Bewerbers die sofortige Aufnahme des Studiums zwingend erfordern, Art. 5 Abs. 3 Satz 7 BayHZG.

Zwei Prozent der Studienplätze stehen hier zur Verfügung. Bewerberinnen und Bewerber müssen so schwerwiegende gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe nachweisen, dass ihnen nicht zugemutet werden kann, das beabsichtigte Studium zu einem späteren Zeitpunkt zu beginnen (§ 15 S. 2 HZV). Wird eine Zulassung als Härtefall beantragt, sind die Gründe ausführlich auf einem separaten Blatt näher auszuführen und durch entsprechende Nachweise (z. B. fachärztliches Gutachten o. ä.) zu belegen. Nach der Novellierung der HZV werden Härtefälle jedoch zuerst den Quoten Wartezeit, Qualifikation und Hochschulauswahlverfahren zugeordnet und erst dann, wenn darüber keine Zulassung möglich ist, nachrangig in der Härtefallquote berücksichtigt.

 

II. Verbleibende Studienplätze; Art. 5 Abs. 4 BayHZG, § 27 Abs. 1 i. V. m. § 33 Abs. 3 HZV

Der Großteil der Studienplätze, die nach Abzug der bevorzugt Zuzulassenden sowie der Vorabquoten noch zur Verfügung stehen, werden nach drei Kriterien vergeben:

Nr. 6 : Wartezeit - Art. 5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 BayHZG, § 30 HZV

Zehn Prozent der verbleibenden Studienplätze stehen hier zur Verfügung. Bei der Auswahl nach Wartezeit wird der Rang der Bewerberinnen und Bewerber durch die Zahl der Halbjahre bestimmt, die seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung verstrichen sind. Zeiten, die an einer Hochschule im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland verbracht wurden, gelten nicht als Wartezeit (Ausnahme Hochschule für Politik in München, Studium an baden-württembergischen Berufsakademien bis einschließlich WS 2008/2009, Teilzeitstudium an Fernuniversitäten bis einschließlich SoSe 2014, Studium an ausländischen Hochschulen).

Bei gleicher Wartezeit ist zunächst ein geleisteter Dienst und danach das Los für die Reihenfolge der Zulassungen entscheidend (§ 33 Abs. 1 und 2 HZV).

Nr. 7 : Abiturnote - Art. 5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 BayHZG, § 29 HZV

25% der Studienplätze werden ausschließlich nach der Durchschnittsnote in der Hochschulzugangsberechtigung vergeben, wobei bei gleicher Note zunächst ein geleisteter Dienst und danach das Los über die Reihenfolge der Zulassungen entscheidet (§ 33 Abs. 1 und 2 HZV).

Nr. 8 : Ergänzendes Hochschulauswahlverfahren - Art. 5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2, Abs. 5, 6 und 7 BayHZG, § 31 HZV, § 3 Zulassungssatzung

In dieser Quote werden 65% der Studienplätze nach bestimmten Kriterien vergeben. Diese Kriterien werden von der Hochschulleitung festgelegt und bestehen neben der Abiturnote

  • aus den Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung, die über die fachspezifische Eignung besonderen Aufschluss geben,
  • einem fachspezifischen Studierfähigkeitstest,
  • einer studiengangspezifischen Berufsausbildung oder Berufstätigkeit,
  • einem Auswahlgespräch oder
  • einer Kombination aus diesen Kriterien.

Die jeweiligen Kriterien für die an der Universität Augsburg zulassungs-beschränkten Studiengänge können im § 5 der Satzung der Universität Augsburg zum Studium in zulassungsbeschränkten Studiengängen eingesehen werden.

Mit Ausnahme des Studiengangs Global Business Management (GBM) werden die Studienplätze in dieser Quote nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung vergeben.

Die Beteiligung der Bewerberinnen und Bewerber am ergänzenden Hochschulauswahlverfahren für die Bachelorstudiengänge GBM und MuK wird in einem Vorauswahlverfahren auf die 3-fache bei GBM und bei MuK auf die 2-fache Menge begrenzt (§ 5 Abs. 4 Zulassungssatzung). Auswahlkriterium ist hierbei die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung. Bei gleicher Note entscheidet das Los (§ 1 Abs. 3 Satz 2 HZV).

Bei der Reihung innerhalb der Quote wird eine Durchschnittsnote berechnet, die aus der Abiturnote und dem Ergebnis des Auswahlverfahrens ermittelt wird. Nachrangiges Kriterium ist das Los (§ 33 Abs. 1 und 2 HZV).

 

Nachteilsausgleich, Art. 5 Abs. 4 Satz 4 BayHZG

Bewerberinnen und Bewerber, die durch Umstände, die sie nicht selbst zu vertreten haben, gehindert waren, eine bessere Durchschnittsnote in der Hochschulzugangsberechtigung oder eine höhere Wartezeit zu erlangen, haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Ausgleich dieser Nachteile zu stellen.

In Betracht kommen insbesondere soziale, gesundheitliche oder familiäre Gründe. Für die Prüfung der Anträge werden strenge Maßstäbe angelegt. Die geltend gemachten Gründe sind durch geeignete Nachweise (fachärztliche Gutachten, Schulgutachten etc.) zu belegen. Zu beachten ist, dass nicht nur der entsprechende Antragsgrund, sondern auch die Auswirkungen des Antragsgrundes auf die Verbesserung der Durchschnittsnote oder der Wartezeit nachgewiesen werden müssen. Dies bedeutet, dass im Rahmen des vorzulegenden Schulgutachtens die Anzahl der hinzuzurechnenden Wartesemester bzw. die verbesserte Abiturnote belegt werden muss.