Suche

Europäische Kommunikationskulturen vom Zeitalter der Aufklärung bis in die Gegenwart/Cultures européenes de la communication depuis le siècle des Lumières jusqu’à l’époque contemporaine


Seit der Aufklärung gehören Information und Kommunikation zu den Grundwerten der individuellen und kollektiven Emanzipation des Menschen. Im Zeitalter der Globalisierung werden sie zum Gegenstand einer einzigartigen Technisierung. Angesichts der damit verbundenen Gewichtungsverlagerung der verschiedenen Diskurssphären (Literatur, Philosophie, Wissenschaft, Publizistik) gewinnt die systematische Interpretation der Entwicklung europäischer Kommunikationskulturen vom Zeitpunkt der Entstehung öffentlicher Kommunikationsräume zur Verbreitung aufklärerischen Gedankenguts aus komparatistischer Sicht maßgeblich an Bedeutung und muss auch die die Sprachfrage (von der Universalität des Französischen im 18. Jahrhundert bis zur Anglisierung der Kommunikation im 21. Jahrhundert) einschließen. Ausgehend von einem integrativen Ansatz, der die Vielfalt von in der Aufklärung besonders florierenden Kommunikationsorten und –formen (etwa Salons, Akademien, Gesellschaften, Presse, Briefliteratur etc.) erfasst, geht es darum, die Entwicklung der Kommunikationskulturen in Europa und speziell in der Romania bis zu ihrer Neuorganisation durch Kommunikationstechnologien in der Gegenwart zu analysieren. Dabei stehen Mechanismen der Wirkungsdauer und Dialektik gesellschaftlich identitätsstiftender Kulturtraditionen im Vordergrund, über die Elemente aufklärerischen Denkens tradiert und in eine neue Synthese überführt werden. Die interdisziplinäre Perspektive des Programms umfasst literarische, linguistische, historische, didaktische und kulturelle Untersuchungsfelder, wodurch auch eine umfassende Einbindung von Ergebnissen der traditionsreichen Aufklärungsforschung in Europa und insbesondere in den romanischen Ländern ermöglicht wird.

Das strukturierte Promotionsprogramm richtet sich an Doktorand(inn)en, deren Dissertationsvorhaben sich im Themenfeld ʿKommunikationskulturen und Aufklärungʾ verortet, das im weiten Sinne auch Bedeutung bzw. Auswirkungen der Aufklärung für/auf die heutige Zeit umfasst. Es baut auf das gleichnamige, in Planung befindliche Masterprogramm der Augsburger Romanistik auf, das in Zusammenarbeit mit der Université de Nancy II konzipiert wurde. Der Master dient der gezielten Vorbereitung eines Promotionsprojektes sowie der Berufsorientierung (Verlags-, Bibliotheks-, Archivwesen, Öffentlichkeitsarbeit, etc.). Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist damit ebenso Ziel des Programms wie die Qualifikation für Berufsfelder im kulturellen Bereich. Ein Quereinstieg mit einem entsprechenden qualifizierten Masterabschluss und Nachweis der erforderlichen Sprachkompetenzen ist möglich. Auch während des Promotionsprogramms werden Veranstaltungen zur Vertiefung sprachlicher wie interkultureller methodologischer Kompetenzen angeboten.

 

PhD-Track der DFH

 

Programmleitung: Prof. Dr. Rotraud Kulessa, Prof. Dr. Sabine Schwarze

 

Die ausführliche Beschreibung des Promotionsprogramms finden Sie hier:

Informatioenn zum Master-Studiengang