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Promotionskolleg Heterogenität & Bildungserfolg


Kontext

Das am Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre (seit Mai 2014 'Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung') vorbereitete und von Prof. Dr. Leonie Herwartz-Emden, Prof. Dr. Markus Dresel, Prof. Dr. Andreas Hartinger, Prof. Dr. Martina Rost-Roth und Prof. Dr. Werner Schneider bei der Hans-Böckler-Stiftung beantragte Promotionskolleg 'Heterogenität & Bildungserfolg' wurde Ende 2008 nach einer Präsentation der Antragsteller/innen in Düsseldorf von der Hans-Böckler-Stiftung bewilligt. Im Frühjahr 2009 erfolgte eine Ausschreibung der acht Stipendien; im Spätherbst 2009 gab die Stiftung die ausgewählten Bewerber/innen bekannt.

Zielsetzung

Grundlegendes Ziel des seit Anfang 2010 von der Hans-Böckler-Stiftung finanzierten Promotionskollegs ist eine über vorliegende Forschungsergebnisse hinausgehende Identifikation und Analyse der strukturellen, gesellschaftlichen und kulturellen Faktoren, die im Zusammenhang mit Bildungs(miss)erfolgen stehen und auch die Kompetenzen der Lehrkräfte im schulischen Alltag heraus-fordern. Ein spezielles Anliegen ist es, die Professionalisierung der Lehrerbildung im Zusammenwirken von Fachwissenschaften und Fachdidaktiken (Erziehungs-wissenschaft, Psychologie, Soziologie, Grundschulpädagogik/-didaktik, Deutsch als Zweit-/Fremdsprache und seine Didaktik) voranzutreiben und u.a. auf sog. 'Best-Practice-Modelle' von Unterricht auszurichten.

Vor diesem Hintergrund werden zum einen empirische Projekte durchgeführt, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit intensivieren und die Erforschung bzw. Analyse der Problematiken aus verschiedenen Blickwinkeln ermöglichen. Zum anderen werden Nachwuchswissenschaftler/innen in ihrem Qualifikations-prozess bestmöglich begleitet, zum Beispiel durch ein themenspezifisches Promotionsprogramm. Diese Aspekte – der multiperspektivische Zugriff, die Interdisziplinarität und das Promotionsprogramm – sind die besonderen Charakteristika des Kollegs.

Die Stärke des Ansatzes liegt darin, dass durch die interdisziplinäre Ausrich-tung, die Initiierung diesbezüglicher Forschung und die Nachwuchsförderung einem drängenden Desiderat begegnet wird: Der Verbindung pädagogisch-psychologisch ausgerichteter Lehr-Lern-Forschung mit der allgemeinen und fachbezogenen Didaktik.

Interdisziplinäre Forschungsbereiche

Das Promotionskolleg konzentriert sich auf diejenigen Aspekte, die im Einfluss-bereich von Pädagog(inn)en liegen und an denen Lehrerbildung ansetzen kann. Dazu zählen Lehrkräfte mit ihren spezifischen Kompetenzen ebenso wie Merk-male und Bedingungen erfolgreichen Lernens auf Seiten der Heranwachsenden. Die Fokussierung wird von den beteiligten Disziplinen auf vier Analyseebenen ausgearbeitet:

  • Der Ebene unterrichtlicher Lehr-/Lernkontexte,
  • des sozialen Nahbereichs von Schule,
  • des familialen Umfelds und
  • des Bildungssystems.

Damit eröffnet sich eine differenzierte Perspektive auf das Zusammenspiel einzelner Bestimmungsfaktoren im Bildungsprozess, die zudem Aussagen über deren Wechselwirkungen ermöglicht.

Strukturelle Einbindung

Die Universität Augsburg zeichnet sich durch das im Vergleich der bayerischen Universitäten einmalige Profil einer starken Vertretung der fachdidaktischen Lehrgebiete aus. Das Bestreben, eine reformorientierte Lehrerbildung zu etab­lieren, wird im Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre gebündelt, an dem die in der Ausbildung von Lehrkräften aktiven Fächer vereinigt sind. Das ZdFL bildet die organisatorische Nahtstelle, um die mit den Forschungen im Kolleg gewonnenen Erkenntnisse in die Aus-/Weiterbildung einfließen zu lassen und hierüber den Professionalisierungsaspekt zu untermauern.