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Katholisches Kirchenverständnis auf dem Weg: Kirche als Familie Gottes in der Pluralität der Kirchenmetaphern. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gerda Riedl/Dogmatik


Das II. Vatikanische Konzil (1962-65) markiert einen Wendepunkt in der Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts. Eine Vielzahl von Dokumenten wurde hierbei verabschiedet, die sich mit Fragestellungen und Problemen im Bereich von Theologie, Kirche und Welt auseinandersetzen. Die dogmatische Konstitution „Lumen Gentium“ versucht, Wesen und Aufgabe der Kirche zu klären. Dazu greift sie auch auf verschiedene biblische Bilder (u. a. Kirche als Tempel des Heiligen Geistes, als Leib Christi, als Volk Gottes) zurück, um dasjenige zu erfassen und adäquat zu beschreiben, was Kirche ist und ausmacht. Mittlerweile sind etwas mehr als 40 Jahre vergangen und das Konzil ist damit Geschichte. Die Texte des Konzils wurden in dieser Zeit unterschiedlich stark rezipiert. Hier zeigt sich insbesondere, dass in der Redeweise von Kirche als „Communio“ ein weiteres Bild in den Blickpunkt nachkonziliarer Theologie geraten ist. Die Entwicklungslinie dieser Rezeptionsgeschichte nachzuzeichnen und die Schwerpunkte nachkonziliarer Ekklesiologie herauszuarbeiten, soll einerseits Ziel und Anliegen dieser Forschungsarbeit sein. Andererseits soll das in den Texten des II. Vatikanums angeführte Bild von Kirche als „Familie Gottes“ in seinen unterschiedlichen (sozial- und kirchengeschichtlichen sowie systematischen) Dimensionen näher untersucht werden. Die herausgearbeiteten Aspekte einer "Familia-Dei-Ekklesiologie" sollen die Vorteile (und den Vorzug?) dieses Kirchenbildes gegenüber den anderen herausstellen.

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