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Lehr- und Arbeitslehrbuch Mittelhochdeutsch


Gemeinsames Projekt mit Dr. Klaus Vogelgsang, Akadem. Rat am Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters der Universität Augsburg. Reihe UTB basics (Narr-Verlag) Die obligatorische Einführung ins Mittelhochdeutsche besitzt im Gefüge des Germanistikstudiums eine Doppelfunktion: Sie soll die Übersetzung und Interpretation von Texten der älteren Literatur vorbereiten und sie soll die sprachlichen Grundlagen für die Beschäftigung mit der Historiolinguistik innerhalb der Sprachwissenschaft legen. Das projektierte Lehrbuch zielt in seiner Anlage (grammatisch und textbezogen) auf beide Bereiche ab, statt die Bedürfnisse gegeneinander auszuspielen. Anstatt das Mittelhochdeutsche als eine Art Fremdsprache zu präsentieren, macht das Lehrbuch (im Gegensatz zu allen bisherigen) mit der Tatsache Ernst, dass das Mittelhochdeutsche eine Vorstufe des Neuhochdeutschen ist. Hieraus ergibt sich die konsequente Perspektive von der Gegenwartssprache aus – was dem Mittelhochdeutschen viel von seinem Schrecken nimmt und gleichzeitig das Bewusstsein für die historische Dimension unserer heutigen Sprache schafft. Dieses Prinzip gibt das primäre Kriterium für die Gewichtung und Reihung der zu besprechenden Phänomene ab: Die Darstellung ist nicht mit einer an Exhaustivität orientierten Präsentation von Details überladen, sondern bringt zunächst eine Darstellung der gegenwartssprachlich relevanten Aspekte. Eingebunden ist eine Heranführung an die eigenständige übersetzerische Arbeit mit mittelhochdeutschen Texten und an den Umgang mit den einschlägigen Hilfsmitteln. Auch diese Schule des Übersetzens erfolgt in didaktischer Progression und mit dem Anspruch, die Phänomene zu erklären statt einfach zum Auswendiglernen vorzusetzen. Übergeordnetes Ziel ist ein vertieftes Verständnis für das Phänomen Sprache – sei es in linguistischer oder literarischer Weiterführung.

Projektbeteiligte