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Sprache und Diskriminierung



Sprache und Diskriminierung: Germanistische und europäische Perspektiven

Menschen können nicht nur aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihres Geschlechts, sondern durchaus auch aufgrund ihrer Sprache bzw. Sprach-varietät sozial benachteiligt werden. Liegt eine solche Benachteiligung vor, so haben wir es mit sprachlicher Diskriminierung zu tun. Ob bzw. inwieweit es in einer Gesellschaft zu sprachlicher Diskriminierung kommt und welche Sprechergruppen (z. B. Ausländer, Sprecher bestimmter regionaler Varietäten, Menschen mit "Sprachfehlern" etc.) in welchem Maße davon betroffen sind, ist vor allem von denjenigen sprachlichen Ideologien abhängig, die innerhalb der Gesellschaft verbreitet sind. Im Zentrum des Projekts stehen daher die sprachlichen Ideologien, die den Umgang mit sprachlicher Variation bzw. mit sprachlicher Vielfalt in den deutschsprachigen Ländern prägen. Diese sollen durch die kritische, qualitative Analyse von (a) öffentlichen, laienlinguistischen und (b) professionellen Metasprachdiskursen (journalistische Texte, Sprachratgeber, Stillehren, Lehrwerke, Lehrpläne) systematisch erfasst werden.

Projektbeteiligte