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Sprachgeschichte Augsburgs und Ostschwabens


Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden, zunächst unter der Leitung des damaligen Lehrstuhlinhabers Hugo Stopp, am Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters Sammlungen von Mikrofilmen und Textkopien aus den reichen Beständen der Augsburger Archive und Bibliotheken angelegt, die als Grundlage für Arbeiten zur Sprachgeschichte Augsburgs und Ostschwabens dienen sollten. Im Laufe der Zeit ist eine Reihe von Einzeluntersuchungen zu diesem Thema entstanden. In den letzten Jahren kam, in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Sozialhistorikerin B. Ann Tlusty und dem Inhaber des Lehrstuhls für deutsche Sprachwissenschaft, Stefan Elspaß, der Aspekt der „Sprachgeschichte von unten“ hinzu: die Analyse bisher noch nie untersuchter Dokumente vom unteren Alphabetisierungsrand, u.a. Schmäh- und Spottlieder, Pasquille, Falsch- und Erpresserbriefe, Gesuche und Berichte einfacher Leute, Familienchroniken, Bestätigungsschreiben geheilter Patientinnen, Anträge auf Erlaubnis zum Besuch der umliegenden Dörfer („Zechzettel“), Anträge auf Gestellung eines Geleits beim Eintritt in die Stadt („Judengeleitzettel“). Ziel des Projekts ist eine Darstellung der Sozialgeschichte der geschriebenen Sprache Augsburgs und der Region vom Spätmittelalter bis zum Ausgang der Frühen Neuzeit.

Projektbeteiligte