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Sommersemester 2015



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Dass der Mensch existenziell von Wetter und Klima abhängig ist, stellt wahrlich keine neue Erkenntnis dar. Deshalb kam es in allen Kulturen schon früh zu schriftlich festgehaltenen Wetterbeobachtungen und Versuchen, die Ursachen und den Wandel des Wetters zu erklären. Erst in der europäischen Frühneuzeit wurden jedoch die Weichen zur modernen Wetterauffassung und Klimaforschung gestellt, angeregt sowohl durch dramatische Wetter-erfahrungen als auch kulturellen Wandel und neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Sie haben sich heute zur Einsicht verdichtet, dass Wetter und Klima massiv vom Menschen selbst beeinflusst werden, dieser sich also nicht mehr nur mit der Rolle des passiven Beobachters begnügen darf. Die gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg angebotene Vortragsreihe des Instituts für Europäische Kulturgeschichte zeichnet wesentliche Stationen dieser Entwicklung nach und weist auf zentrale Aspekte der gegenwärtigen Problemlage hin. Sie führt in einem neuen Reihenformat Kulturhistoriker und Naturwissenschaftler zusammen und versucht dadurch auf ihre Weise, dem Konzept der „vernetzten Universität“ gerecht zu werden.


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Mo, 4. Mai 2015
Wie Europa die Megadürre von 1540 erlebte und welche Bedeutung sie für die Gegenwart hat
Prof. Dr. Christian Pfister (Bern)



Mo, 01. Jui 2015
Klimawandel – brauchen wir eine neue Aufklärung? Überlegungen zur Wahrnehmung des Klimawandels
Prof. Dr. Stefan Emeis (Garmisch)



Mo, 15. Juni 2015
Aussichten: heiter bis wolkig. Eine Wissenschaftsgeschichte der Wolken seit 1800
PD Dr. Cornelia Lüdecke (Hamburg/München)



Mo, 29. Juni 2015

„Philosophie [...] ist das freiwillige Leben in Eis und Hochgebirge“. Nietzsches Wetterkunde
Urs Büttner (Hannover)



Mo, 13. Juli 2015

Landschaft als Luftschaft – Wolkenbilder in der Kunst
PD Dr. Johannes Stückelberger (Bern)