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Häufige Fragen


Wie viele Studierende werden an der Medizinischen Fakultät studieren?
Der Studiengang Humanmedizin wird mit ca. 80 Studienanfängerinnen und -anfängern pro Jahrgang beginnen, diese Zahl steigt dann in den folgenden Jahren auf über 200 an. In der Endausbaustufe, die ca. zehn Jahre nach Start des Studienbetriebs erreicht sein wird, werden über 1.500 angehende Mediziner und Medizinerinnen an der Universität Augsburg studieren.

Welche Studiengänge werden angeboten?
Schwerpunkt des Studienangebots an der Medizinischen Fakultät wird der Studiengang Humanmedizin sein, welcher der Ausbildung von angehenden Ärztinnen und Ärzten dient. In Augsburg erfolgt die medizinische Ausbildung in einem Modellstudiengang nach dem „Kompetenzorientierten Augsburger Medizinische Curriculum“ (KAMM). Dies bedeutet, dass neue Empfehlungen des Wissenschaftsrates für die Weiterentwicklung des Medizinstudiums umgesetzt werden. Ein Studienstart ist für 2019/2020 angedacht.

Zusätzlich ist ein Studienangebot im Bereich Medizininformatik geplant, da hier ein enormer Bedarf signalisiert wird und der Wissenschaftsrat dies ausdrücklich begrüßt hat. Ein Studienstart ist bereits für 2018/2019 angedacht.

Was ist ein Modellstudiengang?
Verlauf, Inhalte und Prüfungen des Studiums der Humanmedizin sind in Deutschland verbindlich in der Approbationsordnung festgelegt. Um innovative Studiengänge gestalten und somit die Medizinerausbildung auch verbessern zu können, sind seit 1999 Modellstudiengänge möglich. Diese können von den verbindlichen Regeln in manchen Aspekten abweichen. Der Wissenschaftsrat hat 2013 die neun Modellstudiengänge in Deutschland evaluiert und ausgehend davon Empfehlungen für das Medizinstudium entwickelt.

Wie viele neue Professorinnen und Professoren wird es geben?
Insgesamt bedeutet die Medizinische Fakultät für die Universität einen Zuwachs von über 100 Professuren und Lehrstühlen. Außerdem besteht ein Personalbedarf von mehreren Hundert weiteren Stellen (wissenschaftliches und technisches Personal sowie Verwaltungspersonal).

Wie sieht der zusätzliche Medizin-Campus der Universität aus?
Die Universität errichtet in unmittelbarer Nähe zum Klinikum Augsburg einen zweiten Campus, auf dem die meisten Gebäude angesiedelt sein werden. Geplant sind dort neben den Forschungs- und Lehrgebäuden u. a. eine eigene Bibliothek, Mensa und Kindertagesstätte. Der städtebauliche Entwurf des sieht zudem auch Läden, Lokale sowie Wohngebäude für Studierende vor, um dem Medizin-Campus der Universität Augsburg zu beleben. Er soll weitgehend autofrei werden und mit viel Grün eine angenehme Atmosphäre zum Studieren und Arbeiten bieten - ganz im Sinne des bereits bestehenden Campus.

Wie wird eine Medizinische Fakultät gegründet?
Die Errichtung einer neuen Fakultät erfolgt nach dem Bayerischen Hochschulgesetz durch eine entsprechende Änderung der Grundordnung der Universität, die der Universitätsrat beschließen muss. Eine Findungskommission unterstützt die Universitätsleitung bei der Suche nach einem Gründungsdekan oder einer Gründungsdekanin, der oder die die neue Fakultät maßgebend mitaufbauen wird.

Geht die Medizinische Fakultät zulasten bestehender Fakultäten oder anderer bayerischer Universitäten?
Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel hat sich – auch in ihrer Funktion als Vorsitzende von Universität Bayern e.V. ­– dafür eingesetzt, dass durch die Augsburger Universitätsmedizin keine finanziellen Einbußen für die anderen bayerischen Unimedizinstandorte entstehen.

Für die Medizinische Fakultät werden neue Stellen und Gebäude geschaffen, so dass die Universitätsmedizin nicht zulasten bestehender Fakultäten entsteht. 

Wann wird das Klinikum Augsburg zum Universitätsklinikum?
Das Klinikum Augsburg befindet sich derzeit noch in der Trägerschaft des kommunalen Krankenhauszweckverbandes von Stadt und der Landkreis Augsburg. Als Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe bringt es aber alle Voraussetzungen eines Universitätsklinikums mit. Die Bayerische Staatsregierung hat am 25.10.2016 beschlossen, dass das Klinikum Augsburg zum 01.01.2019 in ein staatliches Universitätsklinikum umgewandelt und wie alle anderen bayerischen Universitätsklinika als Anstalt des öffentlichen Rechts in die Trägerschaft des Freistaates Bayern übernommen werden soll.