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Strategien bei der Jobsuche


Online-Jobbörsen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Jobs zu finden sollte also kein Problem sein, oder?

Die Herausforderung liegt heute eher darin, sich im Dschungel der Jobportale zurechtzufinden und die Portale auszuwählen, die für das eigene Fachgebiet einschlägig sind.

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Und auch wenn heute viele Stellen online ausgeschrieben werden: Neben der Online-Recherche können andere Strategien zur Stellensuche und Bewerbung relevanter und effizienter sein, so dass ihr diese nicht aus dem Blick verlieren solltet!

Empfehlenswert ist es verschiedenen Strategien zu kombinieren und sich sowohl auf Stellenanzeigen zu bewerben, aber auch Arbeitgeber über Initiativbewerbungen direkt anzusprechen. Ein weiterer Bestandteil ist es, Netzwerke zur Stellensuche zu nutzen. Das kann bedeuten, dass Sie persönlich oder in Online-Netzwerken wie XING oder LinkedIn neue Kontakte knüpfen, alte Kontakte in Ihrem Bekanntenkreis reaktivieren oder sich auf Recruiting- und Firmenkontaktmessen präsentieren.

Passende Stellenangebote suchen
a) Stellensuche im Internet
Um die für sich selber passenden Onlinestellenbörsen auswählen zu können, ist es hilfreich zu wissen, welche Arten von Stellenbörsen es gibt:

Allgemeine Stellenportale
… auf denen Stellen aus allen erdenklichen Branchen und Berufsfeldern angeboten werden. Zum Beispiel:
www.backinjob.de
www.jobs.de
www.jobware.de
www.monster.de
www.stepstone.de
www.stellenanzeigen.de

Regionale Jobbörsen
Auch hier finden Sie Stellenangebote verschiedenster Branchen und Berufsfelder, aber eben in bestimmten Regionen und Städten.
augsburgerjobs.de
www.augsburger-jobanzeiger.de
jobs.meinestadt.de/augsburg

Berufs- und branchenspezifische Börsen
Diese Börsen sind auf bestimmte Berufsfelder oder Branchen spezifiziert. Arbeitgeber inserieren häufig in diesen Börsen, weil sie damit weniger Streuverluste haben und diese Börsen häufig niedrigere Anzeigengebühren verlangen als die großen. Daher sollten Sie diese Börsen auf alle Fälle in Ihre Suche einbeziehen.

Wie finden Sie die für die relevanten Spezialbörsen?
Zunächst ist wichtig, dass Sie wissen, wonach Sie suchen. Für welche Tätigkeiten und Branchen, für welche Region und für welche Art der Arbeit interessieren Sie sich?

Die naheliegendste Art, entsprechende spezialisierte Jobbörsen zu finde, ist die Suchwörter „Stellenmarkt“, Jobbörse“ oder „Stellenbörse“ in Verbindung mit der Branchen- oder Berufsbezeichnung in eine Suchmaschine einzugeben.

Ein weiterer guter Ausgangspunkt ist das BerufeNet der Arbeitsagentur – zu den unterschiedlichsten Berufen werden dort spezialisierte Jobbörsen gelistet.

Eine sehr ausführliche Liste von Jobbörsen – geordnet nach Zielgruppen und Branchen – bietet der Crosswater Job Guide

Es gibt nicht nur Spezialbörsen für bestimmte Branchen, sondern z.B. auch für bestimmte Unternehmensformen oder Arbeits(zeit)modelle:
www.karriere-familienunternehmen.de
www.mittelstandskarriere.de
››› www.tandemploy.com  -> matcht Partner, die an Jobsharing interessiert sind

Post_it_gelb_Jobbörsenliste

Portale speziell für Studierende und Hochschulabsolventen

Es gibt auch Portale, die sich speziell an die Zielgruppe Studierende und Hochschlabsolventen richten und auf denen man Praktikumsangebote und Traineestellen finden kann.

Große Portale für Studierende und Berufseinsteiger sind 

www.absolventa.de
http://www.berufsstart.de/
www.jobsuma.de -> Jobsuma ist eine Meta-Suchmaschine speziell für Praktika und Jobs für Berufseinsteiger

Metasuchmaschinen für die Jobsuche
... sind praktisch, weil sie mehrere Stellenportale und z.T. auch Unternehmenwebseiten nach Stellenangeboten durchsuchen.

www.cesar.de
de.indeed.com
www.jobbydoo.de

www.renego.de
www.opportuno.de

Twitter nach Stellenanzeigen durchsuchen kann man mit jobtweet.de

b) Stellensuche in Printmedien
Auch wenn sich mittlerweile viel ins Internet verlagert hat, kann die Stellensuche in Zeitungen und Zeitschriften weiterhin sinnvoll sein. Wenn Sie in eine bestimmte Region wollen, könnte es sich lohnen, die Samstagsausgabe der lokalen Zeitung zu abonnieren.  Auch Fachzeitschriften, die häufig von Fach- und Berufsverbänden herausgegeben werden, sind eine gute Quelle.

Die Zeitschrift „arbeitsmarkt“, die vom Wissenschaftsladen Bonn herausgegeben wird, bietet jede Woche eine Zusammenstellung der Stellenausschreibungen aus Tages-, Wochen- und Fachzeitschriften. Verfügbar ist dieser Service für den Bereich „Bildung, Kultur, Sozialwesen“ auf der einen und „Umweltschutz, Naturwissenschaften“ auf der anderen Seite.

Interessante Firmen identifizieren
Statt nach Stellenanzeigen zu suchen, können Sie auch anders ansetzen: Halten Sie Ausschau nach Unternehmen, die Sie interessieren!
Welche Unternehmen es in einer bestimmten Branche, Region etc. gibt, können Sie gut über die Hoppenstedt Firmendatenbank recherchieren, die über das Netz der Universität frei zugänglich ist.

Weitere Linkstipps zu Unternehmensdatenbanken:
 www.udaba.de
› www.europages.com
 firmen-in-bayern.de

Hilfreich ist auch der sog. OECKL. Dieses Taschenbuch des öffentlichen Lebens gibt es sowohl für Deutschland als auch für Europa in der Universitätsbibliothek. Im OECKL werden die Adressen von über 14.500 Institutionen - von
staatlichen Stellen über Interessenverbände, Stiftungen, bis hin zu Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Wissenschafts- und Kultur-Einrichtungen genannt.

Auch gedruckte Arbeitgeberübersichten bieten sich für die Recherche an: Vor dem Büro des Career Service im Gebäude A  liegen z.B. die Broschüren "Deutschlands 100 Top-Arbeitgeber. Was sie bieten - wen sie suchen", "Job Guide Bayern", "Profile - Die Arbeitgeber der Region"  aus, in denen Sie z.T. mehr über die Unternehmenskultur und Zukunftspläne erfahren als über die Webseite der Unternehmen!

Tipp: Häufig hat man nur die "üblichen verdächtigen" Unternehmen auf dem Schirm, wie z.B., Großkonzerne, die man auch als Endverbraucher kennt. Eine vielversprechende Alternative sind jedoch auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sogenannten „Hidden Champions“, die weniger bekannt sind, weil sie z.B. nur im B-to-B-bereich tätig sind. Sie sind jedoch nicht selten Weltmarktführer in ihrem Segment und bieten interessante Beschäftigungspersppektiven - und die Konkurrenz ist häufig auch nicht so groß wie bei sehr bekannten Unternehmen!      

Hidden Champions in der Region Augsburg

Sich finden lassen

Neben der aktiven Stellensuche kann auch die sogenannte passive Stellensuche interessant sein: Was heißt das? Dass Sie sich – statt zu suchen – von potentiellen Arbeitgebern finden lassen, indem Sie
Ihr Profil in Stellenbörsen und Portalen hinterlegen und
sich ein Profil in sozialen (Business-)Netzwerken, wie XING oder LinkedIn anlegen.

Hierzulande noch eher wenig genutzt sind eigene Bewerbungswebsites oder Bewerberblogs.