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Gender- und kulturtypische Roboter und Avatare und ihr Einfluss auf unsere Wahrnehmung von Technologie (Prof. Dr. Elisabeth André)



Roboter und Avatare, die menschliche Verhaltensweisen nachahmen, sind keine bloße Fiktion mehr, sondern werden in naher Zukunft zum Alltagsleben gehören. Beim Entwurf dieser Kreaturen stehen die Entwickler vor der Frage, welches Erscheinungsbild sie diesen geben sollen und welche Verhaltensweisen einzuprogrammieren sind. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass bereits wenige Schlüsselmerkmale genügen, damit Menschen auf Roboter oder Avatare ähnlich reagieren wie auf ein menschliches Gegenüber. Im Vortrag wird erörtert, inwieweit diese Beobachtungen auch auf die Übertragung von geschlechter- und kulturspezifischen Stereotypen zutreffen.

Wie bewerten Nutzer die Kompetenz von Robotern mit einer weiblichen Stimme, die beim Einräumen eines Werkzeugkastens behilflich sind, im Vergleich zu Robotern mit einer männlichen Stimme? Wie reagieren Deutsche auf virtuelle Charaktere mit westlichem Erscheinungsbild, deren Duktus jedoch eher einer fremdländischen Kultur entspricht? Um die Akzeptanz von künstlichen Robotern und Avataren, z.B. im Service-Bereich, zu erhöhen, sind solche Fragen von zentraler Bedeutung. Grundlage des Vortrags sind Studien, die wir in Kooperation mit Psychologen und Soziologen durchgeführt haben, um die These vom Computer als sozialer Akteur zu überprüfen.

 

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