Diversität prägt die postmodernen Gesellschaften auf mehreren Ebenen. Eine zentrale davon: Religion! Die Bandbreite religiöser Orientierungen nimmt ständig zu: Das Panorama wird zunehmend unüberschaubar: unterschiedliche christliche Konfessionen, Juden, Muslime, Angehörige fernöstlicher Religionen, Esoteriker und Freireligiöse, explizit Nichtreligiöse - in einer Gesellschaft, die sich der weltanschaulichen Neutralität verpflichtet, haben alle ihren Raum und fordern zunehmend ihre Rechte ein. Innerhalb dieser Pluralität kommt der Frage nach genderspezifischer Diversität eine herausragende Rolle zu.
Wie aber ist ein Zusammenleben möglich, in denen gleiche Gültigkeit nicht zu religiöser Gleichgültigkeit degeneriert? Wie lässt sich mit Ansprüchen - etwa im Blick auf einen konfessionell bestimmten Religionsunterricht - umgehen, die im Grundgesetz im Blick auf Christentum und Judentum festgeschrieben wurden, auf die sich nun aber auf andere Religionen mitberufen? Wie kann das traditionell unsere Gesellschaft prägende Christentum seine eigene Position finden im Blick auf das 'vertraute Fremde' (Judentum und Islam), aber auch im Blick auf das 'ferne Fremde' (fernöstliche Religionen)? Was heißt Toleranz, wenn sie nicht in Beliebigkeit aufgehen soll? Wie funktioniert eine Stärkung von Identität im Kontext von Diversität, wenn sie sich nicht als rückwärtsgewandter Fundamentalismus präsentieren will? Diesen Fragen geht der Vortrag nach.
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Ausgewählte Projekte und Publikationen des Referenten zum Thema (religiöse) Diversität:
Projekte:
- Interreligiöses Lernen mit literarischen Texten
- Trialogische Religionspädagogik
Publikationen: