
Um die gesamtuniversitäre Strategie für Innovationen durch neue Medien zu institutionalisieren, wurden folgende organisatorische Einheiten geschaffen. Das erste Glied in der Kette dieser Organisationsstruktur ist das Institut für Medien und Bildungstechnologien (IMB). Dieses bildet die Brücke zur Forscher-Community und schafft durch das E-Lab die Brücke zu den ITS-Servicegruppen, die für die Integration in den Hochschulalltag verantwortlich sind. Das E-Lab ist ein Labor für die Entwicklung neuer Lehr-Lernkonzepte sowie die wissenschaftliche Begleitforschung. Das detaillierte Konzept des IMB, welches die institutionelle Grundlage für das E-Lab bietet wird im Anhang näher beschrieben. Jede Neuerung durchlebt nach dieser integrier ten Innovationsstrategie mindestens vier Entwicklungsphasen: Zunächst werden theoretische Ideen und empirische Befunde in Forschergruppen diskutiert und theoriegetrieben neue Konzepte entwickelt. Diese werden dann im E-Lab von Projektgruppen zur Prototypenreife gebracht und wissenschaftlich begleitet. Nach einem „Proof of Concept“ in der Laborsituation folgt die Überführung der Prototypen in den Regelbetrieb durch die ITS-Servicegruppen. Um alltagstaugliche Produkte, Services und Infrastrukturen bereitstellen zu können, müssen die Servicegruppen alle Anforderungen, die an den hochschulweiten Einsatz gestellt werden, testen, prüfen und anpassen. Der Einsatz im Regelbetrieb wird dann evaluiert und fließt wiederum in die Entwicklung neuer Konzepte und Prototypen ein. Demnach lassen sich vier Kategorien von Ergebnissen festhalten.
Dies sind kreative Einfälle und Konzepte, die Ideen und das Erfahrungswissen von Lehrenden und Lernenden im Umgang mit digitalen Medien und Internet festhalten. Wichtig ist jeweils der Nutzen dieser Ideen und Konzepte für den Einsatz neuer Medien sowie ihr Beitrag für die wissenschaftliche Theoriebildung.
Dies sind erfolgreiche Problemlösungen, die sich im Verlauf der Entwicklung eines Prototyps in der Praxis bewährt haben und als „Good-Practice“ festgehalten werden. Bei Praktiken handelt es sich um implizites Wissen, das sich in den Handlungen von Personen zeigt. Prozesse sind explizite Beschreibungen einzelner Schritte von Aktivitäten, die bereits dokumentiert sind.
Dies sind Ergebnisse der Prototypenentwicklungen, welche aufgrund ihres Erfolgs in den Regelbetrieb übernommen werden sollen. Hierfür werden die Prototypen umfassend getestet und zu Produkten und Services weiterentwickelt. Produkte sollen möglichst einfach, zuverlässig und flexibel im Hochschulalltag eingesetzt und bei Bedarf durch Serviceangebote ergänzt werden.
Auf Basis der zuvor entwickelten Produkte und Services werden spezifische Infrastrukturen eingerichtet, welche die langfristigen Voraussetzungen zum Einsatz der Produkte und Services schaffen. Um die Nachhaltigkeit der erzielten Projektergebnisse zu sichern, ermöglicht ein Feedbacksystem die bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Infrastrukturen durch deren Benutzer.