| Projektstart: | 02.01.2006 |
| Projektträger: | DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) |
| Projektverantwortung vor Ort: | Dr. Markus Zahn |
Der Arbeitsplatz-PC ist für die tägliche Arbeit aller Hochschulangehörigen ein elementares Werkzeug, dessen Einsatz jedoch immer wieder Probleme mit sich bringt. Der Aufwand für den PC-Support ist hoch und gesamtuniversitär gesehen ein nicht vernachlässigbarer Kostenfaktor. Wenn man pro PC und Tag nur eine Supportminute ansetzt, so ergibt sich auf ein Jahr hochgerechnet für die rund 2 800 PCs in der Universität Augsburg ein Zeitaufwand von rund fünf Personalstellen für die PC-Betreuung.
Das Teilprojekt „Integrierte Supportstruktur für Rechnerarbeitsplätze“ verfolgt das Ziel, alle Fragestellungen, die sich im Umfeld der Nutzung und des Betriebs von Rechnerarbeitsplätzen ergeben, aufzugreifen und einer nachhaltigen Lösung zuzuführen. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht immer der Nutzer. Ihm soll ein zuverlässiger, sicherer und an seine persönlichen Bedürfnisse angepasster Arbeitsplatzrechner zur Verfügung stehen, für den folgende Prinzipien gelten sollen:
Die Erfüllung dieser Vorgaben ist eine Herausforderung für sich und wird dadurch erschwert, dass sich an der Universität Augsburg seit Mitte der 90er Jahre durch die Dezentralisierung von PC-Beschaffung und -Betreuung eine kaum überschaubare Vielfalt von unterschiedlichster Hardware und Software entwickelt hat. Andererseits hat die gewachsene dezentrale Betreuungsstruktur auch Vorteile, denn ein Betreuer in der Fakultät ist seinen Kunden sowohl räumlich als auch fachlich viel näher als ein zentraler Ansprechpartner es sein könnte.
Zur Lösung ergeben sich zwei Handlungsfelder. Zum einen muss die IT-Infratruktur konsequent auf die Unterstützung der PC-Arbeitsplätze ausgerichtet werden. Hierfür schaffen die an anderer Stelle genannten Teilprojekte Basisdienste (BD), Identity Management (IM) und Campus Filesystem (FS) die Grundlagen. Zum anderen soll durch organisatorische Veränderungen eine kooperative Supportstruktur entwickelt werden, welche die technischen Lösungen optimal ausnutzen kann. Es braucht nicht betont zu werden, dass sich die technischen und organisatorischen Maßnahmen gegenseitig beeinflussen und gut aufeinander abgestimmt sein müssen. Die Benutzerbetreuung soll weiterhin in der Hand der Fakultäten und Einrichtungen bleiben. Unter der Koordination durch das IT-Servicezentrum arbeiten jedoch alle Betreuer eng zusammen, erarbeiten gemeinsame, hochschulweit gültige Betriebsvorgaben und werden durch darauf abgestimmte Dienste des Rechenzentrums (Identity-Management, Campus-Filesystem, Rechnernetze, Sicherheitsdienste, Installationssupport) unterstützt. Parallel dazu werden verschiedene Verwaltungsprozesse (Beschaffung, Inventarisierung, Entsorgung) neu geordnet und das Angebot für die ständige Weiterbildung der Nutzer konsequent koordiniert und weiterentwickelt.
Die Beschreibung des Projekts gliedert sich in mehrere Unterabschnitte:
Das im Projekt „Integrierter Betrieb für Rechnerarbeitsplätze“ zu bearbeitende Themengebiet ist umfassend und eng mit den übrigen Projekten (Infrastruktur, Verwaltungsprozesse, Schulungs- und Beratungskonzepte) verzahnt. Die Zahl der an diesem Teilprojekt mitwirkenden Personen ist durch die Einbeziehung der DV-Betreuer der Fakultäten und Zentralen Einrichtungen, der mit der Beschaffung, Inventarisierung und Entsorgung betrauten Verwaltungsmitarbeiter, der Mitarbeiter des Rechenzentrums sowie der DV-Abteilungen der Verwaltung und der Universitätsbibliothek, der Lieferanten sowie einzelner Lehrstühle sehr hoch und die Koordination entsprechend komplex. Die Bildung von themenspezifischen Arbeitsgruppen, deren Leiter sich in regelmäßigen Abständen zum Austausch und zur gegenseitigen Abstimmung trafen, und die Durchführung mehrerer ganztägiger Workshops erwiesen sich als unterstützend für die motivierte und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Aus Sicht des Nutzers spielt dieses Teilprojekt aufgrund der hohen Bedeutung, die sein Rechnerarbeitsplatz für ihn in der täglichen Arbeit hat, eine zentrale Rolle im Gesamtprojekt.
Das Projekt hat sich in den zurückliegenden Monaten sehr positiv entwickelt. Die im DFG-Antrag beschriebenen Arbeitspakete stellten eine gute Grundlage dar und werden mit geringfügigen Änderungen für die weitere Bearbeitung des Projekts eingesetzt. Zusätzlich wurden durch die Analysen der einzelnen Arbeitsgruppen weitere Handlungsfelder identifiziert, die für einen integrierten Betrieb von Bedeutung sind und daher die bisherigen Arbeitspakete erweitern.
Die wesentlichen Zwischenergebnisse des Projekts sind:
Für die Installation von Arbeitsplatzcomputern stehen Verfahren bereit, welche auf universitär oder industriell bewährten Mechanismen und Standards beruhen. Innerhalb der ersten Projektphase wurden sowohl die neuen als auch eine Reihe von vorhandenen Arbeitsplatzcomputern mit den entwickelten Methoden installiert. Die Möglichkeit einer schnellen, standardisierten und individualisierbaren Installation wurde von den DV-Betreuern und Nutzern sehr positiv aufgenommen. Anhand der Erfahrungen werden noch fehlende Funktionen der Installationsmethoden ergänzt und die eingesetzten Verfahren optimier (vgl. AP3).
Die IuK-Schulungsangebote von Rechenzentrum und dem Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) wurden aufeinander abgestimmt und miteinander vernetzt. Durch den Beitritt zur Microsoft IT-Academy können den Schulungsteilnehmern zukünftig allgemein anerkannte Zertifikate ausgestellt werden. Die Akzeptanz für das neu strukturierte Kursangebot ist sehr gut. Das zeigt sich auch daran, dass die Studierenden dem Vorschlag zugestimmt haben, ab April 2007 eine zusätzliche Stelle für die Koordination und Durchführung der praktischen IuK-Ausbildung aus ihren Studienbeiträgen zu finanzieren (vgl. AP7).
Als die drei gegenwärtig wesentlichen Handlungsfelder des Teilprojekts haben sich „Standardisierung“ (AP1 und AP2), „Betriebskonzepte“ (AP3 und AP5) sowie „Schulung“ (AP7) herausgebildet.