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Innovationsprozess


Der Innovationsprozess

Zur bereichsübergreifenden Entwicklung und Integration von Innovationen in die Hochschule wird an der Universität Augsburg ein im Rahmen des IT-Servicezentrums (ITS) konzipierter und erfolgreich getesteter hochschulweiter Innovationsprozess etabliert. Er stellt einen integrierten Forschungs- und Entwicklungsprozess mit fünf Innovationsschritten dar.

  1. Der im ITS regelmäßig erhobene Bedarf der Anbieter und Nutzer trifft im sogenannten „Inno-Lab“ (virtueller Kooperationsraum) auf zahlreiche Ideen, theoretische Modelle, wissenschaftliche Methoden und empirische Befunde, welche die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität Augsburg aus der wissenschaftlichen Community einbringen.
  2. Die daraus resultierenden Projektvorschläge werden vom ITS-Lenkungsrat in Bezug auf die IuK-Gesamtstrategie geprüft, nach vorher definierten Investitionskriterien bewertet und bei erfolgreicher Prüfung als neues Projekt definiert und mit Ressourcen versehen.
  3. Anschließend entwickelt eine vom Lenkungsrat eingesetzte ITS-Projektgruppe unter Ein-beziehung von Leadusern (Wissenschaftler und/oder Studierende im Rahmen von Studien-leistungen, vgl. Sporer u.a. 2007) im Inno-Lab „Prototypen“ von Konzepten, Produkten oder Dienstleistungen und erprobt deren Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis.
  4. Wenn sich diese Prototypen nach vorher definierten Kriterien als erfolgreich erweisen, werden sie in Kooperation der ITS-Projekt- und Servicegruppen an die Anforderungen des Regelbetriebs angepasst und in hochschulweite Angebote überführt.
  5. Diese werden schließlich durch die Servicegruppen des ITS zu einem Bestandteil des Hochschulalltags, der durch wissenschaftliche Begleitforschung die Qualität sichert.

Innovationsprozess

Durch die Kombination von institutioneller Unterstützung durch das ITS (Top-Down-Strukturen) und das Aufgreifen bestehender Ideen oder Aktivitäten einzelner Hochschulangehöriger (Bottom-Up-Initiativen) wird eine hohe Akzeptanz für die umgesetzten Maßnahmen erreicht. Eines der ersten innovativen Angebote, die nach diesem Prozess entstanden sind, ist der „Digicampus“, ein Learning-Management-System zur virtuellen Anreicherung der Präsenzlehre, das an die Systeme zur Lehr-, Prüfungs- und Studierendenverwaltung angeschlossen ist und dadurch als Plattform dient, um – entsprechend der unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer – ohne weitere Schnittstellen ein Portfolio von gängigen Lernplattformen einzubinden. Der Digicampus wurde im Studiengang Medien- und Kommunikationswissenschaften eineinhalb Jahre erprobt und wird nun sukzessive auf die gesamte Universität ausgeweitet.