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Strukturkonzept für Katholisch-Theologische Fakultäten in Bayern


Am 7. November hat das Kabinett ein umfassendes Strukturkonzept für die Katholisch-Theologischen Fakultäten an den staatlichen Universitäten in Bayern beschlossen. Das einvernehmlich im Auftrag des Vatikan mit dem Nuntius vereinbarte Konzept sieht vor, an den Standorten München, Würzburg, Regensburg und Augsburg ein umfassendes Ausbildungsangebot einschließlich der Priesterausbildung aufrechtzuerhalten.

Am 7. November hat das Kabinett ein umfassendes Strukturkonzept für die Katholisch-Theologischen Fakultäten an den staatlichen Universitäten in Bayern beschlossen. Das einvernehmlich im Auftrag des Vatikan mit dem Nuntius vereinbarte Konzept sieht vor, an den Standorten München, Würzburg, Regensburg und Augsburg ein umfassendes Ausbildungsangebot einschließlich der Priesterausbildung aufrechtzuerhalten.

An den Universitäten in Bamberg und Passau wird die Religionslehrerausbildung für alle Schularten fortgeführt. Die Entwicklung einer nachhaltigen Gesamtkonzeption für die Katholisch-Theologischen Fakultäten ist nach den Worten von Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel und Kultusminister Siegfried Schneider ein wichtiges gemeinsames Anliegen von Kirche und Staat. Goppel: "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Theologie an den staatlichen Universitäten langfristig zu sichern. Die Katholische Theologie wird in der bayerischen Universitätslandschaft durch Konzentration gestärkt und gefördert. Mit Schwerpunktbildungen sichern wir die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Katholisch-Theologischen Fakultäten."

Die Verpflichtungen des Freistaates Bayern aus dem Konkordat mit dem Heiligen Stuhl, an den Universitäten Bamberg und Passau Katholisch-Theologische Fakultäten zu unterhalten, sollen künftig ruhen. An die Stelle der dortigen Fakultäten treten Institute, an denen auch in Zukunft Religionslehrer für Grund-, Haupt-, Real- und Berufsschulen und Gymnasien ausgebildet werden. Für die Stu-dierenden der Diplomstudiengänge gilt der Grundsatz des Vertrauens-schutzes: Dort, wo sie ihr Studium begonnen haben, können sie es auch beenden.

Das jetzt beschlossene Konzept ist das Ergebnis intensiver Verhand- lungen zwischen dem Freistaat Bayern und der Katholischen Kirche. Die Katholische Theologie verfügt derzeit in der bayerischen Universitäts-landschaft mit sechs staatlichen Fakultäten an den Universitäten Augsburg, Bamberg, München, Passau, Regensburg und Würzburg sowie der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Bosco in Benediktbeuern über ein umfangreiches Angebot.

Nach dem vereinbarten Zusatzprotokoll zum Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Bayern werden die sich aus dem Konkordat ergebenden Verpflichtungen befristet für einen Zeitraum von 15 Jahren neu festgelegt. Rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist soll zwischen den Vertragsparteien über das weitere Verfahren erneut verhandelt werden. Als nächster Schritt wird das vereinbarte Zusatzprotokoll dem Bayerischen Landtag zunächst zur Kenntnisnahme zugeleitet. Beim Stand der Beratungen wird es Anfang 2007 - unter dem Vorbehalt der noch notwendigen Ratifizierung durch den Landtag und den Heiligen Stuhl - von den Vertragsparteien unterzeichnet werden.
(Quelle: StmWFK)

Meldung vom 13.11.2006