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Erhebung des studentischen Workloads


1999 setzten sich in der Bologna-Erklärung 30 europäische Staaten die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums zum Ziel. Im Zuge der Bologna-Reform stellten auch die deutschen Universitäten ihre Studiengänge auf das Bachelor- und Mastersystem um. Eine grundlegende Neuerung, die mit dieser Umstellung einherging, war die Einführung des European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS). Die Einführung der damit verbundenen Leistungspunkte soll die Vergleichbarkeit sämtlicher Studienleistungen gewährleisten. Dabei entspricht ein Leistungspunkt in der Regel 25 bis 30 Stunden studentischer Arbeitszeit (KMK 2010). Die "Leistungspunkte sind ein quantitatives Maß für die Gesamtbelastung des Studierenden. Sie umfassen sowohl den unmittelbaren Unterricht als auch die Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes (Präsenz- und Selbststudium), den Prüfungsaufwand und die Prüfungsvorbereitungen einschließlich Abschluss- und Studienarbeiten sowie gegebenenfalls Praktika" (KMK 2010, Anlage: S.2).

Zu einer umfassenden Qualitätssicherung der Studiengänge gehört auch die Untersuchung der Passung des Workloads (Arbeitsbelastung) und der Leistungspunkte. Nur wenn der Workload den erreichten Leistungspunkten entspricht, kann die Vergleichbarkeit und die Studierbarkeit der einzelnen Studiengänge gewährleistet werden. Deshalb plant die Qualitätsagentur eine Erhebung des studentischen Workloads mittels einer wiederholten standardisierten Befragung (Längsschnitterhebung) der Studierenden zu ihrer Arbeitsbelastung während des Semesters sowie in der vorlesungsfreien Zeit. Der Vorteil einer Längsschnittbefragung liegt in der Erfassung der Verteilung der Arbeitsbelastung über das ganze Semester. Um belastbare Aussagen über die Passung der Leistungspunkte und der Arbeitsbelastung treffen zu können, benötigt die Qualitätsagentur die Unterstützung möglichst vieler Studierender.


Hier geht es zu  häufigen Fragen zum Thema studentischer Workload und zu der geplanten Studie an der Universität Augsburg.


KMK Kultusministerkonferenz (2010): Ländergemeinsame Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010).