| Titel: | Komplexe hochparallele Systemstrukturen: Architektur, Programmierung und Werkzeugunterstützung |
| Dozent(in): | Prof. Dr. Wolfgang Karl, Institut für Rechnerentwurf und Fehlertoleranz, Universität Karlsruhe |
| Termin: | 05.07.07, 17:30 Uhr s.t. |
| Gebäude/Raum: | Raum 207, Eichleitnerstr. 30 |
| Ansprechpartner: | Prof. Dr. Theo Ungerer |
Zukünftige Systemstrukturen für Server in den Bereichen des Höchstleistungsrechnens und kommerzieller Anwendungen als auch für eingebettete Systeme werden mit Multicore-Prozessoren aufgebaut. Das Spektrum solcher Multicore-Prozessoren reicht von homogenen Strukturen mit wenigen komplexen Kernen oder vielen einfachen Kernen bis zu heterogenen Strukturen, insbesondere im Bereich eingebetteter Systeme. Eine signifikante Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Systeme wird auf diese Weise durch die Ausnützung des Parallelismus auf allen Systemebenen als auch durch die Verlagerung rechenintensiver Teile eines Programms auf anwendungsspezifische Hardware-Komponenten erreicht.
Die Herausforderung für die Rechnerarchitektur ist nicht nur, leistungsfähige Systemstrukturen bereitzustellen, sondern auch die Beherrschung der Komplexität zu unterstützen. Der Vortrag stellt im ersten Teil Architekturmerkmale zukünftiger hochparalleler Systemstrukturen vor, die Möglichkeiten aufzeigen, diese Ziele zu erreichen. Den Schwerpunkt bildet eine flexible Monitoring-Infrastruktur, die es erlaubt, grundsätzlich jede Komponente im System zu beobachten und die gesammelten Informationen auszuwerten. Die gesammelten Informationen können zum einen in adaptiven Strukturen von Steuerkomponenten verwendet werden, um dynamisch Anpassungen des Systems bezüglich vorgegebener Zielvorgaben anzustoßen. Zum anderen unterstützen Informationen über das Laufzeitverhalten die Erstellung effizienter paralleler Programme mit Hilfe einer integrierten Werkzeugumgebung.