Kontakt: Dr. Gilbert Fridgen
"Nachhaltigkeit" gewinnt in der modernen, strategischen Unternehmensführung stetig an Bedeutung. Dies zeigt sich auch im Bereich der Informationstechnologien: Vermehrt wird mit dem Ziel langfristiger ökonomischer Wertsteigerung investiert, beispielsweise in eine zukunftsfähige IT Architektur. Insbesondere wenn ökonomische und ökologische Ziele im Einklang stehen, werden auch Investitionen getätigt, welche den Energie- und/oder Rohstoffverbrauch des Unternehmens senken. Der Fachbereich befasst sich daher sowohl mit den Fragestellungen des strategischen IT Managements, welche die ökonomische Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen, als auch mit der Identifikation und ökonomischen Bewertung innovativer Ansätze zur ökologischen Nachhaltigkeit.
Die Herausforderungen auf dem Weg zu einem ökonomisch nachhaltigen IT Management sind vielfältig. So wurden beispielsweise die um die Jahrtausendwende euphorisch eingegangenen und häufig nicht zum Unternehmenserfolg beitragenden Outsourcing-Strategien in den letzten Jahren durch zukunftsgerichtete Partnerschaften und alternative Kooperationskonzepte abgelöst. Neue Technologien wie Cloud Computing stellen heute sowohl Anbieter als auch potenzielle Kunden vor neue Herausforderungen. Der Fachbereich beschäftigt sich daher mit Fragestellungen, welche vom Risikomanagement in IT Projekten zur Selektion von IT-Projektportfolios, von Outsourcing-Strategien zu Cloud Computing oder sogar bis zur Transformation der gesamten IT-Landschaft reichen.
Die Ausrichtung der IT-Strategie an Zielen der ökologischen Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht auf den ökologischen Fußabdruck der IT selbst ("Green IT"). Das Potenzial, durch den geschickten Einsatz von IT den Ressourcenverbrauch des Unternehmens insgesamt zu senken ist deutlich höher. Dieser Forschungsbereich wird international meist unter dem Schlagwort "Green IS" (Green Information Systems) geführt. In enger Kooperation mit dem Institut für Materials Resource Management beschäftigt sich der Fachbereich hier insbesondere mit Fragen des nachhaltigen Umgangs mit nicht-erneuerbaren, mineralischen Rohstoffen oder Metallen sowie mit der Identifikation von Risiken in Wertschöpfungsnetzen.
Bewilligte DFG-Projekte: