Der Kern des Projektes war die Unterstützung des Aufbaus und der Weiterentwicklung des End-to-End Prozessmanagements im Bereich Wertpapier und Vermögensanlage der HVB. Durch die Schaffung einer integrierten Sicht auf den Gesamtprozess sollten bestehende Risiken, Restriktionen und Abhängigkeiten aufgezeigt werden, um darauf aufbauend schnittstellenübergreifende Optimierungspotenziale zu identifizieren. Optimierungsmaßnahmen wurden hierbei durchgehend von der fachlichen Konzeption bis hin zur organisatorischen oder systemtechnischen Umsetzung begleitet. Auf diese Weise konnten signifikante Einsparungen bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistungsqualität erzielt werden. Neben der systematischen und kontinuierlichen Verbesserung bestehender Prozesse lag ein weiterer Schwerpunkt des Projektes in der Begleitung der Einführung eines Portfoliomanagement-Systems. Im Zuge der Einführung leistete das Kernkompetenzzentrum Unterstützung in der Fachkonzeption sowie im Design, in der Modellierung und Implementierung neuer Prozesse.
| Projektpartner: | Hypovereinsbank AG |
| Projektdatum: | März 2004 bis Februar 2006 |
| Kernkompetenzen: | Prozessmanegement |
Die Wertpapier- und Vermögensanlageprozesse vieler Finanzdienstleister zeichnen sich durch eine hohe Komplexität, eine große Vielfalt der beteiligten IT-Systeme sowie zahlreiche eingebundene interne und externe Dienstleister aus. Verbesserungsmaßnahmen werden oftmals partiell in einzelnen Teilprozessen oder System-Silos durchgeführt. Abhängigkeiten zwischen gleichzeitig operierenden Einzelprojekten und daraus resultierende Risiken werden nicht erkannt, Synergien und schnittstellenübergreifendes Optimierungspotenzial nicht ausgeschöpft. Ziel ist es daher eine übergreifende Gesamtsicht vom Prozessanfang (Kunde will) bis Ende (Kunde hat) herzustellen, Leistungsstörungen in Prozessen durch ein systematisches End-to-End-Prozessmanagement frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen und dadurch die Qualität der Leistungserbringung nachhaltig zu verbessern.
Im Rahmen des Projektes wurden zunächst bestehende Prozesse analysiert, einheitliche Richtlinien und Konventionen zur Prozessdokumentation definiert sowie ein umfassendes Prozessmodell für den Bereich Wertpapier/ Vermögen erarbeitet. Aus der Prozessanalyse wurden Maßnahmen zur Prozessverbesserung abgeleitet und realisiert. Sämtliche Maßnahmen wurden durch Business Cases fundiert und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den E2E-Prozess bewertet.
Daneben wurden eine Vielzahl an Aktivitäten zur laufenden Unterstützung bestehender Projekte und zur Etablierung und Weiterentwicklung des Prozessmanagements im Bereich Wertpapier/Vermögensanlage durchgeführt. Beispiele:
Unterstützung bei Prozessdesign, -modellierung und –implementierung
Quantitative Bewertung bestehender oder zukünftiger Prozesse (Forecasting)
Erstellung von Fachkonzeptionen für Prozess- und Systemänderungen
Letztendliches Ziel war die Verankerung eines durchgängigen methodisch fundierten Konzeptes zur kontinuierlichen Prozesssteuerung und -verbesserung im Sinne eines Regelkreismodells. Das Projektteam orientierte sich hierbei an in Wissenschaft und Praxis existierenden Konzepten des Business Process Management und Business Process Improvement, wobei besonderer Wert auf eine Operationalisierung und pragmatische Umsetzung bestehender Ansätze gelegt wurde.
Im Rahmen des Projektes wurde der Prozessgedanke innerhalb des Bereichs Wertpapier- und Vermögensanlage weiter etabliert, die Transparenz der komplexen Prozesswelt erhöht und die Implementierung eines systematischen Prozessmanagements vorangetrieben. Durch die Optimierung der Prozesse konnten erhebliche Einsparpotenziale erzielt und die Qualität der Leistungserstellung schnittstellenübergreifend verbessert werden.