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Geförderte Projekte


Schwerpunkt EUROPÄISCHE KULTURGESCHICHTE

Kurzberichte

Prof. Dr. Kaufhold (Mittelalterliche Geschichte)

Sommerschule: “Kulturtransfer in städtischen Milieus des Europäischen Mittelalters: Gegenstände – Faktoren – Träger”

(2008)

Die Sommerschule näherte sich den Erscheinungen des mittelalterlichen Kulturtransfers in städtischen Milieus. Themen waren neben anderen die Verbreitung gotischer Bauformen anhand des Vorbildes des Straßburger Münsters sowie die Schriftkultur im frühmittelalterlichen Novgorod und die Demonstration kunsthistorischer, historischer, medizinhistorischer und archäologischer Methoden. Ein DFG-Antrag in Zusammenarbeit mit mehreren schwäbischen Archiven wurde gestellt.

Prof. Dr. Popp (Didaktik der Geschichte)

Internationale Tagung: “Gemeinsame Bilder im kulturellen Gedächtnis Europas: Aktuelle Konvergenzen der Bildinventare in den Geschichtslehrwerken Europas”

(2008)

Bericht wird nachgereicht

Prof. Dr. Weber (Europäische Kulturgeschichte)

Projekt: “Der Orient in Augsburg — Texte, Objekte, Bilder und Erfahrungen seit der Antike”

(2008)

Eines der Ziele des Projekts war die Erstellung einer Dokumentation aller in Augsburg vorhandenen, wesentlichen einschlägigen Texte, insbesondere Drucke, Objekte, Bilder und sonstiger Überlieferung zum ‚Orient’, um auf diese Weise das Wissen der Stadt über diesen ‚Orient’ im historischen Verlauf erstmals systematisch erheben und komparativ besser quantifizieren und qualifizieren zu können. Die Beantragung von EU-Mitteln ist in Arbeit.

Prof. Dr. Middeke / Dr. Christina Wald (Englische Literaturwissenschaft)

Internationale Tagung: “Melancholie als Europäischer Zentraldiskurs am Beispiel der englischsprachigen Literatur- und Kulturgeschichte”

(2008)

Neben den vorgestellten Fallstudien zum Thema der Tagung, Kulturgeschichte der Melancholie, hat sich ein intensiver interdisziplinärer Dialog ergeben, dessen Ergebnisse vielfältig sind. So hat sich Melancholie nicht nur als wichtige Kategorie der Geschlechterdifferenz erwiesen, sondern unter anderem auch als Denkfigur der Geschichtsschreibung, die in ihrer Kulturgeschichte als kritische Einstellung gegenüber Modernisierung diente. Die Ergebnisse der Tagung werden in einem Sammelband publiziert werden (Martin Middeke/Christina Wald (eds.) The Literature of Melancholia, Early Modern to Postmodern (Basigstoke/New York: Palgrave Macmillan, 2011).

PD Dr. Müller (Klassische Philologie) / Dr. Steffen Diefenbach (Alte Geschichte)

Internationale Tagung: “Gallien in Spätantike und Frühmittelalter (ca. 400-700 n. Chr.). Kulturgeschichte einer Region”

(2008)

Die Transformation der Region Gallien als besonders gut bezeugtes Beispiel für einen langfristigen Transformationsprozess, der seit dem Beginn des 5. Jh. n. Chr. weite Teile des römischen Imperiums im Westen zeitgleich erfasste, war Gegenstand der Tagung, deren Ziel es war, diesen makrohistorischen Strukturwandel unter dem methodischen Ansatz einer „Kulturgeschichte“ zu erfassen. Die Ergebnisse der Tagung werden in einem Sammelband veröffentlicht und die Einspeisung des Themas in ein größeres Drittmittelprojekt zur Kultur Galliens in der Spätantike ist geplant.

Prof. Dr. Elspass (Deutsche Sprachwissenschaft)

Internationale Tagung: “Stadtsprachen” (Internationaler Arbeitskreis Historische Stadtsprachenforschung)

(2008)

 Die Tagung, zu der sich am 5./6.10.2009 60 WissenschaftlerInnen aus 12 Ländern an der Universität Augsburg einfanden, stand unter dem Rahmenthema „Sprachvariation und Sprachwandel in der Stadt der Frühen Neuzeit“. Die historische Stadt eignet sich als Schnittpunkt verschiedenster kultureller Entwicklungswege wie auch als Entstehungsort kultureller Entwicklungen in idealer Weise zur Erforschung sprachhistorischer Verhältnisse und Prozesse.

In 18 Vorträgen stellten ForscherInnen aus dem In- und Ausland, insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen, ihre aktuellen Untersuchungen vor. Eine Auswahl der Beiträge ist in einem Tagungsband versammelt, der Anfang 2011 erschien. An die Tagung anknüpfend ist geplant, einen Drittmittelantrag zur Erarbeitung einer exemplarischen Stadtsprachgeschichte (am Beispiel Augsburgs) zu stellen.

Prof. Dr. Wirsching (Neuere und Neueste Geschichte)

Projekt: “Nationale Geschichte und Identität in Ostmitteleuropa zwischen Demokratisierung, Europäisierung und Globalisierung (im Rahmen einer Geschichte Europas seit 1989)”

(2008)

Das Projekt zum Thema „Nationale Geschichte und Identität in Ostmitteleuropa zwischen Demokratisierung, Europäisierung und Globalisierung“ wurde durchgeführt und hat Eingang in eine Monographie über die Geschichte Europas seit 1989 gefunden. Ein DFG-Antrag auf Beurlaubung zur Fertigstellung des Buchmanuskriptes wurde gestellt und für das akademische Jahr 2010/11 bewilligt.

Dr. habil. Stefan Böschen / Prof. Dr. Philipp Gassert / Prof. Dr. Christoph Weller (Soziologie / Geschichte / Politikwissenschaft)

Projekt:  "Konfliktkulturen und die Genese von Forschungsfeldern: Das Beispiel 'Friedens- und Konfliktforschung'"

(2011)

 
 

Prof. Dr. Philipp Gassert / Prof. Dr. Arnd Koch / Prof. Dr. Andreas Wirsching (Geschichte / Jura)

Projekt: "Die Verteidigung des Unsagbaren? Die Rolle der Verteidiger in den alliierten Nachkriegsprozessen nach 1945"

(2011)

 
 

Prof. Dr. Mathias Mayer / Prof. Dr. Marcus Llanque (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft / Politikwissenschaft)

Projekt: "Der Erste Weltkrieg als existenzieller Konflikt und seine ethische Verarbeitung in Literatur und Politischer Theorie der Weimarer Republik"

(2011)

 
 

Schwerpunkt LEHR- UND LERNFORSCHUNG

Kurzberichte

Prof. Dr. Lau / Sasa Bosancic, M.A. (Soziologie)

Projekt: “Kollektive Identitätsbildungsprozesse bei formal gering qualifizierten Personen mit Blick auf die Hemmnisse der Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen”

(2008)

Das Forschungsprojekt wirft die Frage auf, wie sich Identitätsbildungsprozesse bei formal gering qualifizierten Personen vollziehen. Dabei wird aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Identitätsbildung und Lernbereitschaft vor allem das Bildungsverhalten der Geringqualifizierten in den Blick genommen. Das Projekt orientiert sich theoretisch an der wissenssoziologischen Diskursanalyse und zielt darauf ab, in Gruppendiskussionen Deutungsmuster zu identifizieren, die eine positive Identitätsbildung ermöglichen, trotz des Stigmas geringer Bildung. Ein DFG-Antrag ist in Bearbeitung.

Prof. Dr. Lau / Dr. Oliver Dimbath (Soziologie)

Projekt: “Interkulturelle Konflikte im Auslandsstudium”

(2008)

Ziel des Forschungsprojekts besteht darin, typische interkulturelle Konfliktmuster zu rekonstruieren, mit denen deutsche Studierende im Ausland ebenso wie ausländische Studierende in Deutschland konfrontiert sind. Mithilfe eines explorativen Forschungsdesigns soll der konfliktären Diskrepanz von Erwartungen und Erfahrungen seitens der Studierenden nachgegangen werden. Ein DFG-Antrag wurde im April 2009 eingereicht.

Prof. Dr. Lau / Dr. Oliver Dimbath (Soziologie)

Projekt: “Auslandsstudium aus Sicht deutscher Studierender - eine Untersuchung mit fotobasierten Interviews”

(2008)

Ziel des Forschungsprojekts besteht darin, typische interkulturelle Konfliktmuster zu rekonstruieren, mit denen deutsche Studierende im Ausland ebenso wie ausländische Studierende in Deutschland konfrontiert sind. Als geeignete Forschungsmethode erscheint dabei eine qualitative-fotogestützte Interviewbefragung, durch die gerade auch solche Momente des Auslandsaufenthaltes retrospektiv erschließbar sind, die sich sonst den rückblickenden Rationalisierungen entziehen. Ein DFG-Antrag wurde eingereicht.

Prof. Dr. Matthes (Pädagogik)

Projekt: “Nationale NS-Gedenkkulturen, NS-Gedenkorte und Menschenrechtsbildung”

(2008)

Das Projekt zielte auf die Beförderung eines europäischen Geschichtsverständnisses von Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg und Holocaust mittels eines Vergleiches der Besonderheiten nationaler Gedenkkulturen in ihrer Traditionsbildung über die damaligen historischen Realitäten, am Beispiel von Deutschland, Polen und den Niederlanden. Für die Durchführung des Forschungsprojektes wurden bei der DFG weitere Drittmittel beantragt.

Prof. Dr. Matthes / Dr. Carsten Heinze (Pädagogik)

Projekt: “Der pädagogische Diskurs über die Großstadt 1890 - 1933 in Deutschland und England – ein Vergleich”

(2008)

Sowohl in Deutschland als auch in England wurden zwischen 1890 und 1933 die Auswirkungen der zunehmenden Urbanisierung auf das pädagogische Handeln kontrovers diskutiert.

Vor diesem Hintergrund sollen anhand einschlägiger Fachzeitschriften beider Länder die in Deutschland und England gleichermaßen geführten Diskurse über die veränderten Bedingungen des Aufwachsens im Lebensraum „Großstadt“ miteinander verglichen und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden. Das Projekt reiht sich ein in die seit einiger Zeit in der Erziehungswissenschaft verstärkt diskutierte Frage nach dem Verhältnis der Reformpädagogik zur Moderne. Die Betrachtung der Bedingungen pädagogischen Handelns im europäischen Vergleich soll aus der nationalen Verengung herausführen und die Reformpädagogik als internationales Anliegen ins Blickfeld rücken. Für die Durchführung des Forschungsprojektes sollen 2011 bei der DFG weitere Drittmittel beantragt werden.

Dipl.-Päd. Corinna Steber (Pädagogik)

Projekt: “Der Habitus von Lehrenden mit Migrationshintergrund. Eine bildungs- und berufsbiographisch orientierte Analyse”

(2008)

Ausgangspunkt des Projekts ist die bildungspolitische Forderung nach mehr Lehrpersonen mit Migrationshintergrund als Strategie für einen verbesserten Umgang mit der zunehmenden kulturellen Vielfalt an den Schulen. Das Projekt untersucht anhand qualitativer Interviews und einer quantitativen Fragebogenerhebung Lehrende mit Migrationshintergrund selbst, als Personen mit spezifischen Motivlagen, Deutungsmuster und Kompetenzen und deren professionellem Habitus. Ein Drittmittelantrag wurde bei der DFG eingereicht.

Prof. Dr. Oberdorfer (Evangelische Theologie)

Projekt: “Die Bedeutung der Religion in Übergangsgesellschaften im Horizont kultureller Globalisierungskonflikte”

(2008)

Das beantragte Projekt intendiert den Vergleich der Rolle von (unterschiedlichen) Religionen bzw. christlichen Konfessionen in den politischen Transformationsprozessen in charakteristisch unterschiedenen Gesellschaften; ausgewählt wurden dafür Südafrika (Leitreligion: calvinistisches Christentum), Iran (schiitischer Islam), Brasilien (katholisches Christentum). Das Projekt wurde leicht modifiziert in den Vorantrag „Konfliktkulturen“ für die neue Runde der DFG-Exzellenzinitiative eingebracht und soll in diesem Rahmen vorangetrieben werden.

Prof. Dr. Wiater / Dr. Doris Manschke (Pädagogik)

Projekt: “Kulturelle Heterogenität mentaler Repräsentationen und Emotionen”

(2008)

Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, den schulischen Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund langfristig zu verbessern, in dem kulturelle Unterschiede in Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Verstehen auf der kognitiven Ebene der inneren Vorstellungen und mentalen Bilder sowie auf der Ebene der Emotionen untersucht werden. Mit den vom KKB bewilligten Mitteln konnte in diesem Rahmen eine wiss. Hilfskraft beschäftigt werden, die mit 45 Probanden der funktionellen Magnetresonanztomographie-Studie (fMRT) geführt, anschließend transkribiert und ausgewertet hat. Die Auswertung der Ergebnisse der fMRT ist weitgehend abgeschlossen, mit der Publikation wurde mittlerweise begonnen. Zur weiteren Finanzierung (Erweiterung der Pilotstudie um 20 Probanden) wurden Drittmittel eingeworben.

Dr. Harry Kullmann (Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre)

Projekt: “Die Bedeutung der Lehrerkooperation für den Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht - Eine empirische Vorstudie”

(2009)

Im Anschluss an die Entwicklung und Pilotierung des zentralen Fragebogeninstruments für Lehrkräfte wurde die eigentliche Erhebung an 50 Hauptschulen beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus beantragt und genehmigt. Die Befragung von insgesamt 51 Schulen fand zwischen Mitte Dezember 2009 und Ende Januar 2010 statt. Die Konzeption des Projekts, die ersten Ergebnisse sowie die Ausarbeitung Untersuchung unter Befragung auch der Schülerinnen und Schüler wurde bisher zur Abfassung mehrerer Drittmittelanträge herangezogen.

Prof. Dr. Voigt / Dr. Thomas Sukopp (Philosophie)

Projekt: “Zur Methodologie der interkulturellen Philosophie der Menschenrechte: europäische und indische Vorgaben und Ansätze im Vergleich”

(2009)

Die Auswertung des gesammelten Materials zu Themen der interkulturellen Philosophie ergab vielfältige Ergebnisse, wie u.a. der inhaltliche Konsens im Hinblick auf Menschenrechte, aber auch auf die jeweiligen Gegensätze zwischen den metaphysischen Legitimationsgrundlagen. Ein Drittmittelantrag zu dieser Thematik sowie zwei Publikationen zum bisherigen Forschungsstand sind in Vorbereitung.

Prof. Dr. Wiater (Pädagogik)

Projekt: “Die Fachsprache im Ethik-Unterricht. Eine Schulbuch-Analyse”

(2009)

Das Projekt beschäftigt sich mit dem Anforderungsspektrum, das die Sprache des Unterrichtsfaches Ethik eröffnet. Dies soll anhand der in Deutschland zugelassenen Schulbücher der dritten Klasse untersucht werden, welche im Hinblick auf die notwendige Kohäsionsleistung, die Charakterisierung der Kohärenz und die verdichtenden sprachlichen Merkmale sowie anhand der Methode des lauten Denkens analysiert werden.

Prof. Dr. Langenhorst (Kath. Theologie)

Projekt: "Religion im Kinder- und Jugendbuch"

(2010)

Das unter anderem von KKB-Mitteln geförderte Projekt einer Website zum Thema 'Religion im Kinderbuch' (www.religion-im-kinderbuch.de) hat bereits große Resonanz sowohl bei wissenschaftlichen KollegInnen als auch bei Presse und Rundfunk. Nach einem ersten Sammelband sind zudem Tagungen, weitere Veröffentlichungen und auch Qualifikationsarbeiten zum Thema geplant