Reflexive und rekonstruktive Annäherung an eine Theorie der transformatorischen Medienbildung (Arbeitstitel)
Das Dissertationsvorhaben entwirft eine theoretische Rahmung von Medienbildungsprozessen und untersucht insbesondere deren Verwobenheit mit gesellschaftlichen Strukturen auch empirisch. Hierzu wird in einem ersten Schritt die Grundidee der strukturale Medienbildungstheorie um eine handlungstheoretische Perspektive erweitert. Grundlegend ist hierbei die Annahme, dass (Medien-)Bildungsprozesse mit spontanem Handeln einher gehen können. Um eine ein rein subjektivistische Perspektive zu überwinden werden weiter Bezüge zwischen Medienbildungsprozessen und der Habitustheorie Bourdieus hergestellt. Zentral ist hierbei die Annahme, dass sich im Zuge von Bildungsprozessen das habituelle Dispositionssystem wandeln bzw. transformieren kann. Um dem Einbezug einer übersubjektiven Ebene gerecht zu werden, wird die Arbeit die im ersten schritt auf Grundlage (medien)biographischer Interviews rekonstruierten Medienbildungsprozesse schließlich auf ihre Zusammenhänge mit diskursiven Feldstrukturen hin analysieren, wobei sich das Vorgehen des zweiten Schrittes an der Methodologie einer ,praxeologischen Diskursanalyse‘ orientiert.