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Philipp Lintner


Ein bayerischer Kampf für Napoleon? Erfahrungen bayerischer Soldaten und Offiziere im napoleonischen Bündnissystem

Vom Jahr 1805 bis zum Bündniswechsel Bayerns im Herbst 1813 bildete die bayerische Armee einen festen Bestandteil der Streitmacht Napoleons. Auf verschiedenen Kriegsschauplätzen kamen bayerische Soldaten und Offiziere dabei nicht nur in Kontakt mit französischen Militärangehörigen, sondern auch mit Angehörigen diverser Kontingente aus anderen Rheinbundstaaten. Wurden die Verhältnisse zwischen Soldaten und Offizieren der bayerischen und französischen Armee im Zeitraum der Napoleonischen Kriege seitens der jüngeren historischen Forschung nicht eingehender thematisiert, ist eine Beleuchtung der Beziehungen zwischen Militärangehörigen der verschiedenen Rheinbundstaaten zueinander bis heute als Forschungsdesiderat anzusehen.

Als Ziel des Dissertationsprojekts lässt sich deshalb eine erfahrungsgeschichtliche Analyse der Erfahrungen, sich wandelnden Meinungsbilder und daraus resultierenden Verhaltensweisen bayerischer Soldaten und Offiziere gegenüber ihren Verbündeten definieren. Die Untersuchung basiert dabei auf umfangreichem Quellenmaterial bayerischer Provenienz, ebenso wie auf Dokumenten aus den Beständen französischer Archive und den schriftlichen Überlieferungen der Streitkräfte Württembergs, Sachsens, Westphalens und jenen weiterer Rheinbundstaaten.

Kontakt: phil_lintner@yahoo.de