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Anna Marx


Die Stadt im Bild - städtischer Raum als Bildmotiv in der römischen Kunst

 

Die Bedeutung der römischen Stadt in der Antike und die Wahrnehmung des zeitgenössischen Betrachters sind in den letzten 20 Jahren zu einem zentralen Thema der altertumswissenschaftlichen Forschung geworden. Um sich diesem Aspekt von archäologischer Seite zu nähern, benötigt man Quellen, in denen sich Reflexe der Auseinandersetzung der antiken Kultur mit dem für sie so zentralen Lebensraum Stadt fassen lassen. Die Thematisierung und Umsetzung städtischen Raums in Bilder – auf Münzen, Tonlämpchen, Gefäßen, in der Wandmalerei, auf Mosaiken und Reliefs – stellt dabei ein geeignetes Beispiel für die Verbildlichung erlebter Wirklichkeit dar, die, beeinflusst von der Intention des Künstlers oder Auftraggebers sowie von Kontext und Nutzung der Objekte, ihre künstlerische Form gewinnt. In dem Dissertationsprojekt sollen diese Stadtdarstellungen gattungsübergreifend untersucht werden, um so Darstellungskonventionen sowie medial- und intentionalbedingte Divergenzen darzulegen. Hiervon ausgehend stehen dann Fragen nach der Semantik der Bilder als Träger kultureller Botschaften im Zentrum, welche einen Einblick in den Mentalitätshaushalt der römischen Gesellschaft und in die damit verbundene Transformierung und Rezeption von erlebter Wirklichkeit zulassen.

 

Das Projekt wird durch ein Stipendium der Gerda Henkel Stiftung gefördert.

 

Kontakt: anna.m.marx@googlemail.com