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Carine Hentz


Das göttliche Selbstporträt des Commodus hinsichtlich eines ‚Saeculum aureum Commodianum‘ und dessen Akzeptanz im römischen Reich

Die zwölfjährige Alleinherrschaft des römischen Kaisers Commodus (180-192 n. Chr.) war geprägt von dessen göttlichen Devotionen und Angleichungen. So dienten ihm etwa Janus, Jupiter, Merkur, Mithras, Serapis, Sol und Saturn während seiner Regentschaft als göttliche Vorbilder und Assimilationen, bevor er anschließend im letzten Biennium seine Selbstapotheose als Hercules Romanus vollzog.

Das Ziel der geplanten Dissertation wird die eingehende Untersuchung eines Musters sein, das diese göttlichen Anspielungen verbindet. Sollte diese proklamierte Divinisierung nicht etwa die Vision von einem neuen ‚Saeculum aureum‘ unter der Herrschaft des ersten purpurgeborenen Kaisers legitimieren? Ein den Göttern gleichgesinnter Kaiser als Beginn eines neuen Goldenen Zeitalters? Gegenstand des Promotionsvorhabens werden insbesondere die numismatischen und ikonographischen Zeugnisse, besonders aus der Münzprägung, sein, die nennenswerten Aufschluss über die göttlichen Anspielungen des Commodus und deren verbindendes Muster geben.

Ferner wird anhand der literarischen und epigraphischen Quellen die Akzeptanz seitens verschiedener Rezipientenkreise untersucht. Diesbezüglich werden die Provinzen nicht als solche, sondern als Einheiten im Osten und Westen des römischen Reiches ins Auge gefasst und nach verschiedenen sozialen Schichten gegliedert.

Kontakt: chentz@hotmail.fr