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Carolin Ruther


Zwischen Einschränkung und Lebensqualität - Eine ethnographische Studie zum Alltag und Embodiment von Beinprothesenträger/-innen in Deutschland

Das Dissertationsprojekt erörtert am Beispiel von BeinprothesenträgerInnen in Deutschland aus volkskundlich-ethnologischer Perspektive die alltags- und lebensweltliche Konstruktion von Normalität, (Nicht-)Behinderung und prothetisierten Körpern sowie damit verbunden das Zusammenspiel zwischen Körper, Technik und (Nicht-)Behinderung. Mittels einer empirisch-ethnographischen Studie soll eine kritische Distanz zu den in der gegenwärtigen Gesellschaft gängigen Normalisierungspraktiken entwickelt, die übliche Gegenüberstellung von „außergewöhnlicher“ Prothetik und „problemlosem“ Alltag hinterfragt sowie die Möglichkeiten bzw. Grenzen von technisiert erfahrbarer Körperlichkeit analysiert werden. Um dabei jedoch nicht nur auf Narrationen zu fokussieren, wird in diesem Zusammenhang auch die Erzeugung des prothetisierten Körpers in practice genauer untersucht und zwar einerseits im Umfeld von Orthopädietechnik/Prothesenbau sowie andererseits im Alltagsleben von ProthesenträgerInnen. Die Argumentation nährt sich aus theoretischen Konzepten der Disability Studies, Medical Anthropology, volkskundlich-ethnologischen Gesundheits- und Körperforschung sowie der Science and Technology Studies.

Gefördert durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Kontakt: carolin.ruther@phil.uni-augsburg.de