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Ariane Fichtl


Antiquités imaginaires. Maximilien Robespierre et la transformation de l'idéal républicain entre l'Ancien régime et la Révolution. - Imaginäre Antike(n). Maximilien Robespierre und der Wandel des republikanischen Ideals zwischen Ancien Regime und Revolution. 

Das Dissertationsprojekt setzt sich zum Ziel die historischen, politischen und sozialen Konzeptionen einer Schlüsselfigur der Französischen Revolution, Maximilien Robespierre's, in Verbindung zur Tradition des Klassischen Republikanismus zu analysieren. Beabsichtigt wird dabei vor allem, Charakteristika der politischen Kultur antiker Republiken zu identifizieren, mittels der Deduktion rhetorischer Legitimationsstrategien, die Bezug nehmen auf die moralischen Qualitäten römischer und griechischer Heldenfiguren, wie sie unter anderem in Plutarch's Parallelbiographien fungieren. 

Mit dem Fokus auf antiken Modellen politisch-sozialer Moral, soll die wissenschaftliche Methode der sogenannten Cambridge School dazu herangezogen werden die Interaktion der Regeln einer kollektiven politischen Rhetorik und ihrer individuellen Aneignung durch den politischen Denker und Akteur Robespierre nachzuvollziehen, um darauf schließen zu können in welcher Art und Weise dessen Konzeptionen einer neuen politischen Kultur der intellektuellen Elite im Frankreich des 18. Jahrhunderts entsprechen, welche gemeinhin als "républicanisme" bezeichnet wird, jedoch alles andere als einen einheitlichen Begriff darstellt. 

Daher ist vielmehr danach zu fragen, wie sich die Entwicklung der antik-republikanische Referenz von einem Identifikation- und Interpretationsmittel, zu einem Mittel aktiven politischen Handelns vollzogen hat.

Die Deputierten konnten ihre jeweils eigenen Interpretationen dieser Referenzen dazu benutzen sich eine Art politisch-moralische Authentizität aufzubauen. Nicht zuletzt diente der Wandel des republikanischen Ideals, welcher sich im Schatten der revolutionären Ereignisse vollzogen hatte, dazu, eine erste republikanische Erfahrung in Frankreich zu ermöglichen.

Gefördert durch ein Mobilitätsstipendium der Deutsch-Französischen Hochschule.