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Christina Wekerle


Analyse und Förderung von Lehr-Lern-Überzeugungen und Unterrichtsskripts

Viele Forschungsarbeiten haben sich bereits mit der Frage beschäftigt, was kompetente LehrerInnen von weniger kompetenten LehrerInnen unterscheidet. Dabei wurden insbesondere in Studien im Rahmen des Programms COACTIV von Kunter et al. (2011) wichtige Erkenntnisse über Lehr-Lern-Überzeugungen von LehrerInnen und deren Zusammenhänge zu Unterrichtsgestaltungs-merkmalen und der Mathematikleistung von SchülerInnen gewonnen (Voss et al., 2011). Ein wichtiger unterrichtsrelevanter Faktor, der allerdings bisher wenig Berücksichtigung findet, sind die Vorstellungen von typischen Unterrichtsabläufen, sogenannten Unterrichtsskripts.

Was die Frage der effektiven Unterrichtsskripts angeht, sprechen viele Argumente und Befunde dafür, dass es nicht die eine Lehrmethode und entsprechend das eine richtige lernförderliche Unterrichtskript für jede Unterrichtssituation gibt (Hmelo-Silver et al., 2007; Kirschner, Sweller et al., 2006; Kirschner et al., 2007; Kuhn, 2007). Entsprechende Schlüsse könnten auch für die Lehr-Lern-Überzeugungen getroffen werden. Um diese Annahmen jedoch zu klären, wären Expertenstudien wichtig, die auch Schlüsse zur Förderung von entsprechenden Lehr-Lern-Überzeugungen und Unterrichts-skripts zuließen.

Ziel des vorliegenden Dissertationsprojekts soll es deshalb sein, erste empirisch fundierte Aussagen dazu machen zu können, welchen Einfluss Lehr-Lern-Überzeugungen auf Unterrichtsskripts haben, wie sich Experten- von Novizen-lehrerInnen hinsichtlich der Art ihrer Lehr-Lern-Überzeugungen und Unterrichts-skripts unterscheiden und wie flexible Lehr-Lern-Überzeugungen und Unterrichtsskripts in der Lehrerausbildung gefördert werden können.