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Ludwig Lenzgeiger


Wissen und Wirkung. Eine geschichtswissenschaftliche Untersuchung der Zeitdiagnose Wissensgesellschaft, ihrer Entstehung, Entwicklung und Wirkung

Die Wissensgesellschaft prägt seit den 1960er Jahren die wissenschaftliche Diskussion um die Beschreibung der Gesellschaft und dies mit nachhaltiger Wirkung seit den 1980ern, wo die Zeitdiagnose zunehmend in der Politik rezipiert wurde und dort zur Grundlage für politische Planungen und Entscheidungen wurde.

Ein Blick in politische Programmatiken sowie in die wissenschaftliche Debatte zeigt, dass diese Zeitdiagnose häufig nicht nur thematisiert, sondern auch akzeptiert wurde und auf diese Weise verschiedentlich Wirkung entfaltete.

Eine umfassende geschichtswissenschaftliche Betrachtung der Diagnose Wissensgesellschaft steht bislang noch aus.

Diese in ihrer historischen Genese, in ihrer Entstehung, Entwicklung und Wirkungen im System „Wissenschaft“ sowie im System „Politik“ zu unter-suchen, ist Gegenstand der Arbeit.

Hierzu möchte die geplante Dissertation die Zeitdiagnose auf Basis einer systemtheoretisch fundierten Ideengeschichte analysieren.

Im Anschluss an die Untersuchung der Zeitdiagnose im System „Wissenschaft“ wird hierauf aufbauend der Transfer und die Kommunikation dieser Idee in das und im System „Politik“ analysiert, um so Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie wissenschaftliches Wissen aus dem gesellschaftlichen Teilbereich „Wissenschaft“ im Bereich „Politik“ verarbeitet wird.

Die Arbeit möchte also eine Wissensgeschichte der Zeitdiagnose Wissensgesellschaft erarbeiten und durch eine wissenssoziologische Erweiterung Prozesse des Wissenstransfers in der Politikberatung sowie der Wissenskommunikation in der Politik entschlüsseln.

 

Gefördert wird die Studie durch ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung.