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Jörg Sandkamp


Gastfreundschaft als Medium und Modell von Kommunikation und Networking im Urchristentum (Arbeitstitel)

 

Gastfreundschaft hatte in der griechisch-römischen Antike sowie im antiken Judentum einen unbestritten hohen Stellenwert und stellte im Zusammenleben der Menschen eine essentielle gesellschaftliche Institution dar, wobei hinsichtlich der Aufnahme und Versorgung von Fremden feste Regelungen existierten. Auch das Neue Testament enthält viele Hinweise auf Phänomene von Gastfreundschaft: Verschiedene Aussagen in der Apostelgeschichte und in den Paulusbriefen etwa lassen erkennen, dass Gastfreundschaft in den urchristlichen Gemeinden praktiziert wurde und diese insbesondere für die reisenden Missionare, die das Evangelium verkündeten, von existentieller Bedeutung war.

Vor diesem Hintergrund setzt sich das Dissertationsprojekt die Bearbeitung der Fragestellungen zum Ziel, inwiefern die in der antiken Gesellschaft herrschenden Konventionen der Gastfreundschaft die Strukturen des Zusammenlebens urchristlicher Gemeinden beeinflussten und welche historische Bedeutung der Gastfreundschaft für die ersten Christen und die urchristliche Traditionsvermittlung zukam. Das Projekt verspricht neue Perspektiven und Einsichten auf Prozesse sozialer Vernetzung urchristlicher Gemeinden, die Entwicklung innerer Strukturen und die Bedingungen ihrer Ausbreitung.