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Ivana Lohrey


Jeanne-Marie Leprince de Beaumont: Rezeption und Kulturtransfer zwischen Frankreich, Deutschland und Italien im Zeitalter der europäischen Aufklärung.

Marie Leprince de Beaumont (1711-1780), Romanautorin, Journalistin und Pädagogin, zählt zu Lebzeiten zu den wichtigsten Autorinnen in Frankreich und ganz Europa. Das Recht auf Bildung überschreitet in ihrem Werk sowohl Geschlechter- als auch Standesgrenzen.

Beaumonts Erziehungsschriften richten sich an junge Mädchen sowie an das einfache Landvolk dieser Zeit. Durch ihr breites Publikum und ihren hohen, internationalen Bekanntheitsgrad trägt sie maßgeblich zur Verbreitung des aufklärerischen Gedankenguts in Europa bei. Die Rolle als Autorin/Erzieherin und ihre Teilnahme an intellektuellen und religiösen Debatten machen sie zu einer Schlüsselfigur des europäischen 18. Jahrhunderts.

Ihre Schriften werden jedoch unterschiedlich adaptiert und gelesen. Diese differenzierte Rezeption ihrer Werke, besonders im deutsch-italienischen Raum, eröffnen neue Denkanstöße hinsichtlich des Verständnisses philosophischer und religiöser Grundsätze und ihre Verbreitung im Zeitalter der Aufklärung. Die Dissertation soll somit vor allem zum Verständnis der Verbreitung und Übersetzung der Schriften Beaumonts, unter Berücksichtigung des religiösen und philosophischen Kontextes, in Deutschland und Italien beitragen und ein detailliertes Bild der Aufklärung geben.

 

Kontakt: Ivana.Lohrey@phil.uni-augsburg.de