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Anke Schiller


Superheldenfiguren im amerikanischen Comic und der Ursprung des Bösen (Arbeitstitel)

Der amerikanische Superheldencomic, angefangen von Superman über Batman, Spiderman und Iron Man bis hin zu Thor, bietet in den letzten Jahren eine Erfolgsgarantie für Hollywood. Während ein Kinofilm den nächsten jagt, gerät das Originalwerk der 1940er bis 1980er Jahre immer mehr in den Hintergrund literatur- und kulturwissenschaftlicher Wahrnehmung. Diese Arbeit wirkt dem entgegen und fokussiert sich gänzlich auf die gezeichneten Helden der DC- und Marvel-Universen, wofür die bisherige Comicforschung die Grundlage bildet. Hinsichtlich einer detaillierten Charakterisierung der Superhelden wird eine Gegenüberstellung zu den jeweiligen Bösewichten erfolgen, deren Motivationen gleichermaßen im Fokus stehen. Als zentrale Fragestellung soll der Ursprung des Bösen in der menschlichen (und göttlichen) Existenz der Comic-Welten ergründet werden. Im Zuge dessen rücken nicht nur die Charaktere selbst in den Vordergrund, sondern auch die etablierte fiktionale Welt, der Comic als Genre und seine geschichtliche Entwicklung, die Hintergründe der Entstehung, sowie eine zeitliche Einordnung unter Berücksichtigung historischer Begebenheiten. Um eine Vergleichsbasis zu schaffen, sollen Werke eruiert werden, die weder dem DC- noch dem Marvel-Kosmos angehören, wie beispielsweise aus (post-)kolonialen Kontexten, deren Existenz im Schatten von Hulk und Co. oft unbeachtet bleibt.

Kontakt: anke.marie.schiller@student.uni-augsburg.de