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Eva Bendl


Geschichtsbilder in historischen Museen (Arbeitstitel)

 

Geschichtsbilder repräsentieren Vorstellungen über die Vergangenheit, die Bedeutungen und Sinnzuschreibungen transportieren und so Individuen und sozialen Gruppen helfen, sich in der Zeit zu orientieren, indem sie zur Bildung und Stabilisierung von Weltanschauungen sowie von personalen und kollektiven Identitäten beitragen. Sie sind daher immer von den aktuellen Bedürfnissen und Perspektiven der Gegenwart geprägt und das Ergebnis von Diskursen und Konflikten. Museen spielen bei der Konstruktion von Geschichtsbildern eine große Rolle, da sie schon immer Schauplatz der Aushandlung von Wissensbeständen, Werten und Identitäten sind. Sie spiegeln nicht die Vergangenheit, sondern vermitteln und prägen Geschichtsnarrationen mit Hilfe von Objekten, Texttafeln, Abbildungen, Modellen und Inszenierungen.

Im Verlauf des Promotionsprojektes werden verschiedene Beispielmuseen in den Blick genommen und dabei untersucht, wie sich deren Dauerausstellungen seit ihrer Gründung in der Auswahl der gezeigten Exponate und deren Präsentation verändert haben. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Gliederungs- und Ordnungskriterien der Museen, durch die das Chaos der Welt in Kategorien eingeordnet und so sinnhaft werden soll. Damit will das Projekt zu einem differenzierteren Blick auf eine geschichtsprägende und geschichtsträchtige Institution betragen.

 

Kontakt: 0821/4981696