Der Literaturbegriff im Epochenumbruch. Begriffsinhalt und Funktion zwischen 1750 und 1830
Im Zentrum der Arbeit steht die Formation des Begriffs „Literatur“ als kategorischer Rahmen für (je nach Position des Handelnden) spezifischen Umgang mit den auf diese Weise klassifizierten Texten. Das Ziel ist es, vor dem Hintergrund der Ausdifferenzierung von „Literatur“ als Bereich sozialer Praktiken die Entstehung einer entsprechenden Wissenskategorie in der öffentlichen Diskussion zwischen 1750 und 1830 nachzuzeichnen und die Position dieser Kategorie in der zeitgenössischen Wissensordnung sowie nach zeitgenössischem Verständnis einzufangen. Der Fokus liegt dabei auf den verwendeten Bedeutungen des Wortes „Literatur“, im Blickpunkt sind jedoch auch die konkurrierenden Termini wie „Poesie“ oder „schöne Wissenschaften“, die teils alternative diskursive Rahmen bieten, teils jedoch auch synonymisch verwendet werden.
Die Arbeit ist auf den deutschsprachigen Raum beschränkt. Angedacht ist eine diskursanalytische Untersuchung, wobei sich viele Berührungspunkte zu traditionellen soziologischen Arbeitsfeldern wie Mediengeschichte und vor allem Wissenssoziologie bieten.
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Gefördert durch ein Promotionsstipendium des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks.