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Martin Schmitz


„Als ob die Welt aus den Fugen ginge“. Kriegserfahrungen von k.u.k. Offizieren 1914-1918

 

Die supranationale k.u.k. Armee unterschied sich erheblich von den Streitkräften der anderen am Ersten Weltkrieg beteiligten Großmächte. Deshalb ist es von besonderem wissenschaftlichem Interesse, die Kriegserfahrungen von Offizieren zu untersuchen, die diese multiethnischen Verbände im ersten „totalen Krieg“ der Weltgeschichte führten. Die Untersuchung der Kriegserfahrungen wird sich auf mehrere Untersuchungsebenen erstrecken. Neben mentalitäts- und kulturgeschichtlichen Fragestellungen soll vor allem dem militärischen Agieren als Soldat eine zentrale Rolle in der Untersuchung eingeräumt werden. Methodisch lehnt sich das Dissertationsprojekt an die Vorarbeiten des Tübinger Sonderforschungsbereiches „Kriegserfahrungen“ an. Der Quellenfundus des Projektes fußt maßgeblich auf zwei Säulen: der privaten sowie der dienstlichen Überlieferung der Offiziere.

Im Gegensatz zum deutschen Reichsarchiv, dessen Heeresbestände während des 2.Weltkriegs Bombenangriffs zum Großteil verloren gegangen sind, ist das Kriegsarchiv Wien von solchen Verlusten weitgehend verschont geblieben, die Überlieferungslage stellt sich deshalb außerordentlich günstig dar.

 

Die Arbeit wurde mit dem Dissertationspreis der GGS 2013 prämiert.