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Rebecca Zimmermeyer


Gedächtnistheorien im Gegenwartsfilm

 

Das Thema Gedächtnis und Erinnerung spielt besonders in den letzten Jahrzehnten, im Rahmen des von vielen Forschern unterschiedlicher Disziplinen konstatierten 'Erinnerungsbooms', eine zentrale Rolle in Spielfilmen unterschiedlicher Genres. Gerade in der Filmwissenschaft wird dabei häufig der Fokus auf den Film als Träger eines kulturellen Gedächtnisses und als wichtiges Medium der Darstellung der Verganngenheit gelegt. Thema dieser Arbeit soll hingegen die werksimmanente Analyse des Gedächtnisdiskurses sein, die besonders deutlich Funktionen und Nutzen der Erinnerung in unserer Gesellschaft, aber auch die strukturelle Verknüpfung des Gedächtnisdiskurses mit dem Medium Film, aufzeigt.

Hierzu werden Gedächtnistheorien von Sigmund Freud, Henri Bergson, Walter Benjamin oder Aby Warburg hinzugezogen. Diese frühen Theorien ermöglichen, den aktuellen Forschungsramen des kulturellen Gedächtnisses und auch der Digitalität in der Erinnerungsforschung aufzubrechen und mit weiteren Perspektiven und Aspekten anzureichern. Ziel der Arbeit ist es also, eine Topologie des Erinnerns zu entwerfen, in der unterschiedliche Aspekte des Erinnerns in Spielfilmen anhand der ausgewählten Gedächtnistheorien herausgearbeitet werden.

 

E-Mail: rebecca.zimmermeyer@web.de

 

Gefördert durch ein Promotionsstipendium der Universität Augsburg. Programm "Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre".