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Katharina Donn


‚Trauma in der Literatur nach dem 11. September’

 

Im Zentrum des Dissertationsprojekts steht eine derzeit hochaktuelle Fragestellung, nämlich der Zusammenhang von Trauma und narrativer Literatur, der in der neueren literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung eine zentrale Bedeutung gewonnen hat, und hier am Beispiel der literarischen Darstellung der Terroranschläge vom 11.09.2001 neu bearbeitet wird.

 

Die Zugangsweise und Zielsetzung der Dissertation ist mehrschichtig. Sie will anhand der Thematik des Traumas nach dem 11. September einen Brückenschlag schaffen zwischen psychologisch-medizinischen Traumamodellen und deren Manifestation in der Psyche literarischer Figuren; sie will damit zugleich textethischen Fragestellungen nachgehen hinsichtlich der Rolle der Literatur in der Traumaverarbeitung im spezifischen historisch-kulturellen Kontext von 9/11. Und sie will die Frage stellen nach den entsprechenden Modi narrativer Darstellung, die mit dieser Thematik und textethischen Herausforderung einhergehen.

 

Über die Analyse einzelner Werke und Aspekte hinaus, wie teils in der Forschungsliteratur schon vorhanden, soll hier also eine umfassendere Poetik des Traumas in der Literatur nach dem 11. September geleistet werden, die zudem einen interdisziplinären Ansatz zwischen Literatur – und Kulturtheorie und medizinisch-psychoanalytischen Theorien verfolgt.

 

Gefördert durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes.