Suche

Ludwig Gasteiger


Bildungsdiskurse & Strategien der Regierung von Bildung. Eine dispositivanalytische Studie zum Verhältnis von Bildungsdiskurs, Bildungspolitik und Schulleitung im Vergleich der Mittelschulreform in Bayern und der Reform zur Stadtteilschule in Hamburg

An den aktuellen Schulreformen in Hamburg (Stadtteilschule) und Bayern (Mittelschule) wird untersucht, wie sich das Verhältnis von wissenschaftlicher Produktion von Wissen über Bildungsprozesse und bildungspolitischer Entscheidungsinstanz gegenwärtig verändert. Mit den Schulreformen werden nicht nur grundlegende Strukturen des Bildungssystems umgestaltet, sondern es werden auch neue Strategien des Regierens von (teil-)autonomen Handlungsfeldern entworfen und verfolgt. In Folge des ausgeweiteten Bildungsmonitorings (PISA et al.) entsteht ein verstärkter Druck auf das Erziehungssystem. Die Evidenz des Handlungsdrucks geht aber nicht mit einer entsprechenden evidenz-basierten Reformkompetenz über das „Wie“ der Veränderung einher. Dadurch entsteht im bildungspolitischen Feld eine Situation der Kontingenz und eine Problematik der Vermittlung von bildungspolitischen Entscheidungen. Die neuen Strategien des bildungspolitischen Regierens sind ebenso Ausdruck dieser Situation wie die Reaktionen auf Reformen (Bildungsstreiks, Bürgerinitiativen von Eltern etc.). Die Analyse der produktiven Macht-Wissens-Verhältnisse von wissenschaftlichen Bildungsdiskursen, politischer Entscheidungsinstanz und Schulleitung soll Einblicke in die gegenwärtigen Herausforderungen, Möglichkeiten und Grenzen bildungspolitischer Gestaltung gewähren.

Gefördert durch die Hans Böckler-Stiftung, Promotionsstipendium im Rahmen des Promotionskollegs Heterogenität und Bildungserfolg

Zur ausführlichen Projektbeschreibung auf den Seiten des Promotionskollegs "Heterogenität&Bildungserfolg".