Blues, Jazz and Hip Hop in Afro-American Prose-Fiction
Ausgehend von der Tatsache, dass Musik schon immer ein Grundbestandteil afroamerikanischer Kultur gewesen ist, liegt eine Verbindung mit der Literatur nahe.
Der erste Baustein der Arbeit besteht darin, formale Mittel des Blues in afroamerikanischer Prosa der 1920er Jahre zu analysieren. Ein Hauptaugenmerk wird neben mind. zwei weiteren Werken auf dem Roman Banjo von Claude McKay liegen. Die gefundenen Strukturmittel werden in einem gesellschaftskritischen Rahmen interpretiert. Als zweiter Baustein werden musikalische Formen von Jazz der 1950er und 1960er Jahre in der entsprechenden Prosa, z.B. Ralph Ellisons Invisible Man gesammelt und auf deren Funktionen hin ausgewertet. Im dritten Teil werden afroamerikanische Romane bzw. Kurzgeschichten auf Hip-Hop Elemente hin untersucht und deren gesellschaftskritische Aussagen im zeitlichen Rahmen der 1980er Jahre bis zur Gegenwart ermittelt.
Abschließend wird ein Modell zur Analyse der Formen von afroamerikanischen Musikelementen in schwarzamerikanischer Prosa entworfen. Darüber hinaus erfolgt ein sozialkritischer Vergleich der gefundenen Ergebnisse der Funktionen von Blues, Jazz und Hip-Hop der drei Epochen der 1920er, 1950er bzw. 1960er und der 1980er Jahre bis hin zur Gegenwart. Der durchgeführte gesellschaftskritische Querschnitt wird nun nach dem kulturökologischen literaturtheoretischen Modell ausgewertet.
Gefördert durch ein Graduiertenstipendium der Hanns-Seidel-Stiftung.