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Die Forschungsschwerpunkte Gender und Diversität gewinnen derzeit in der nationalen und internationalen Wissenschaftslandschaft zunehmend an Raum. Nachdem die Kategorie Gender im wissenschaftlichen Diskurs bereits fest etabliert ist, wird sie neuerdings häufig mit dem Begriff der Diversität gepaart, ein Terminus, der Eigenheiten, Chancen und Probleme der Alterität in verschiedenen Dimensionen, sowie deren Überlappungen, untersucht – neben dem Geschlecht beispielsweise Alter, ethnische Herkunft oder Religion. In Hinblick auf die Pluralisierung der Lebensformen und –entwürfe, die die aktuelle Gesellschaft auszeichnet, ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der allgegenwärtigen „Vielfalt“ von größter Bedeutung. Am Standort Augsburg wurde dies bereits im Rahmen der Gründung des Transdisziplinären Forums Gender und Diversität gewürdigt.

Der sich unter anderem hieraus entwickelnde Workshop soll nun das Thema speziell auf der Doktorandenebene verankern und die interdisziplinäre Vernetzung von NachwuchswissenschaftlerInnen ermöglichen. Mit spezifisch formulierten Fragen, anhand derer auch die Workshopsektionen unterteilt sind, sollen in den Vorträgen sowie der transdisziplinären Diskussion insbesondere die Grenzen zwischen den einzelnen Diversitätsdimensionen in den Hintergrund gerückt und damit die Implikationen ihrer diskursiv konstruierten Struktur deutlich gemacht werden.

Neben der Gelegenheit, sich interdisziplinär mit der aktuellen Forschung zum Thema auseinanderzusetzen, bietet der Workshop auch die Chance, mit einem professionellen Vortragstraining die eigenen Schlüsselkompetenzen, die im wissenschaftlichen Umfeld von hoher Bedeutung sind, gezielt zu stärken. Ziel ist es, gemeinsam mit den Teilnehmenden die einzelnen Komponenten einer Tagungsteilnahme und die Reflexion des eigenen Forschungsprojektes anhand spezifischer Fragestellungen einzuüben. Zu diesem Zweck wurden Vorschläge für Vorträge erbeten, die sich mit einer oder mehrerer der folgenden Fragestellungen auseinandersetzen:

  1. "Hybridität der Identitäten" - Welche Auswirkungen hat Intersektionalität auf das Individuum und auf die Gesellschaft?

  2. Diversitätsmerkmale als soziales Konstrukt - Welche (positiven/negativen) Effekte hat die Kategorisierung nach Diversitäts-Dimensionen?

  3. "Mainstream vs. Subkulturen" - Wie verhalten sich Randgruppen zur breiten Masse und wie beeinflussen diese sich gegenseitig?

  4. "Benachteiligung vs. Fördermaßnahmen" - Welche (positiven/negativen) Effekte haben Maßnahmen zur Integration bzw. Inklusion benachteiligter Gruppen?

  5. Vom Gender- zum Diversity Trouble? - Welche (theoretischen) Implikationen lassen sich aus den Erkenntnissen der Gender Studies auf die Erforschung von Diversität übertragen?

Zum Tagungsbericht gelangen Sie hier.