Suche

Exkursionen im Wintersemester 2013/14


Im Wintersemester werden vier Tagesexkursionen zum Thema Identität und Alterität im Museum angeboten. Alle Exkursionen bieten die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch. Dies trifft natürlich nicht zuletzt auf die Kunst-, Literatur- und Musikwissenschaften zu, aber auch VertreterInnen anderer Disziplinen können aus ihrer Perspektive sicher wertvolle Beiträge leisten. 

Die Anreise erfolgt in allen Fällen mit der DB.

Eine Zertifizierung ist möglich, wenn Sie an mindestens drei der Exkursionen teilnehmen. Referate müssen nicht übernommen werden, die aktive Teilnahme an der Diskussion ist jedoch wünschenswert. Hierbei ist ausdrücklich kein kunsthistorisches Vorwissen nötig.

Interessierte melden sich bitte per Mail: Stefan.Hartmann(at)phil.uni-augsburg.de:

26.Oktober: Donauschwäbisches Zentralmuseum (Ulm) und The Walter Collection (Burlafingen)

Das DZM präsentiert in 26 Abteilungen die Geschichte der Donauschwaben. Nach einer Experten-Führung ist Zeit zur Diskussion über die Konzeption und Gestaltung des Museums vorgesehen. Auf gänzlich andere Weise werden Identität und Alterität im Rahmen der Sonderausstellung „Distance and Desire. Encounters with the African Archive“ verhandelt. In der Ausstellungen werden Fotografien, die während der Kolonialzeit in verschiedenen Regionen Afrikas entstanden sind, aktuellen künstlerischen Arbeiten gegenübergestellt, die sich mit dem Thema Archiv beschäftigen.

 

9.November: Gabriele-Münter-Haus (Murnau)

Gabriele Münter und Wassily Kandinsky verbrachten von 1909 bis 1914 die Sommermonate in einem Haus in Murnau, wobei sie auch die Einrichtung des Hauses – das von der lokalen Bevölkerung als „Russenhaus“ bezeichnet wurde – gestalteten. Damit handelt es sich hier um ein besonderes Beispiel eines Künstlerhauses, in dem Identität wie Alterität auf vielfache Weise zum Ausdruck kommen.

 

23.November: Germanisches Nationalmuseum und Dürer Haus (Nürnberg)

Das Germanische Nationalmuseum wurde 1852 als Universalmuseum zur deutschen „Geschichte, Literatur und Kunst“ gegründet. Im Zuge der Reichsgründung 1871 avancierte es zum Nationalmuseum für deutsche Kunst und Kultur. Die Konzeption legt also Zeugnis ab vom Nationalismus des 19.Jahrhunderts, der sich hier in einer Präsentation von Werken „deutscher“ Kunst und Kultur von prähistorischer Zeit bis in die Gegenwart manifestieren sollte. Einerseits soll diese Konzeption problematisiert werden. Darüber hinaus soll auch die Architektur des Museums, das in einem Kloster aus dem 14.Jahrhundert eingerichtet wurde, besprochen werden.  

Im Dürer-Haus soll der Besucher in die Wohn- und Arbeitssituation Alberecht Dürers regelrecht eintauchen können. Neben der aktuellen Konzeption des Hauses soll auch seine Geschichte besprochen werden.

 

7.Dezember: Bayerisches Nationalmuseum und Völkerkundemuseum (München)

Das Bayerische Nationalmuseum und das Völkerkundemuseum wurden Mitte des 19.Jahrhunderts im Abstand von nur 7 Jahren gegründet. Ging es bei ersterem ursprünglich darum, den abstrakten Begriff der bayerischen Nation sowie die Verknüpfung von Nation und Dynastie anhand von Werken der Kunst- und Kulturgeschichte anschaulich zu vermitteln, diente letzteres dazu, das zunehmende öffentliche Interesse und die Neugier an den ‚Anderen‘ zu bedienen. Neben den Museumskonzeptionen sollen auch die Architektur und Ausstattung der Gebäude thematisiert werden.