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Exkursionen im Sommersemester 2013


Im Sommersemester werden fünf Tagesexkursionen mit dem Schwerpunkt Kunst der Moderne / Kunst der Gegenwart angeboten. Alle Exkursionen bieten die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch. Dies trifft natürlich nicht zuletzt auf die Kunst-, Literatur- und Musikwissenschaften zu, aber auch VertreterInnen anderer Disziplinen können aus ihrer Perspektive sicher wertvolle Beiträge leisten. 

Die Anreise erfolgt in allen Fällen mit der DB.

Eine Zertifizierung ist möglich, wenn Sie an mindestens drei der Exkursionen teilnehmen. Referate müssen nicht übernommen werden, die aktive Teilnahme an der Diskussion ist jedoch wünschenswert. Hierbei ist ausdrücklich kein kunsthistorisches Vorwissen nötig.

Interessierte melden sich bitte per Mail: Stefan.Hartmann(at)phil.uni-augsburg.de:

"Letzte Bilder. Von Manet bis Kippenberger" und "Yoko Ono. Half-A-Wind. Eine Retrospektive" (Schirn Kunsthalle Frankfurt): 5.Mai
Einerseits bietet die Exkursion die Möglichkeit zur Beschäftigung mit bedeutenden Werken und Werkgruppen berühmter KünstlerInnen - von Edouard Manet, über Henri Matisse, Alexej von Jawlensky, Giorgio de Chirico, Willem de Kooning, Ad Reinhardt, Francis Picabia und Georgia O'Keeffe bis zu Martin Kippenberger. Darüber hinaus soll eine kritische Beschäftigung mit dem Begriff des "Spätwerks" und dessen psychologisierenden bzw. physiologischen Interpretationen erfolgen.

In der Yoko-Ono-Retrospektive wird die Künstlerin im Kontext der Fluxus-, Konzept- und Performance-Kunst der 1960er Jahre verortet. Neben Dokumentationen von Performances aus dieser Zeit werden unter anderem Installationen sowie weitere Werke aus fünf Jahrzehnten gezeigt. Yoko Ono kann exemplarisch für eine Entwicklung der 1960er Jahre stehen, in der tradierte Gattungs- und Werkkategorien durch neue, oft ephemäre und häufig polysensuell angelegte Kunstformen erweitert wurden.

Abfahrt: 8.03 Uhr Augsburg Hbf, 11.08 Uhr Ankunft Frankfurt Hbf.; Rückfahrt: 18.20 Uhr Frankfurt Hbf, 21.40 Uhr Ankunft Augsburg Hbf.


The Dream House, Polling: La Monte Young; Marian Zazeela, The Well-Tuned Piano in The Magenta Lights: 26.Mai
Seit einigen Jahren werden im Dream House Performances von La Monte Young und Marian Zazeela gezeigt. Die Video-Performance "The Well-Tuned Piano in the Magenta Lights" dauert insgesamt 6,5 h. Wir werden einen Teil der Performance ansehen und über die künstlerische Konzeption der Performance sowie über die Wahl des Ortes (den Regenbogenstadl in Polling) sprechen.

 

Op und Pop. Experimente amerikanischer Künstler ab 1960, Staatsgalerie Stuttgart: 1.Juni

Im Zentrum der Ausstellung steht die Technik des Siebdrucks, mit der seit den 1960er Jahren Künstler auf einer Fülle von Trägermaterialien Werke realisieren. Neben der technischen Seite werden natürlich die Motive der Werke im Zentrum stehen. Den Schwerpunkt bilden hier das Spiel mit der visuellen Wahrnehmung in der Op Art und die die Beschäftigung mit der Alltags-/Populärkultur in der Pop Art. Zudem wird bei einem Gang durch die Dauerausstellung das neue Präsentationskonzept der Staatsgalerie diskutiert werden, das im Sommer realisiert wird. Als Gesprächspartnerin nimmt sich Sandra Diefenthaler, Wiss. Volontärin der Staatsgalerie, für uns Zeit.


Das Maximum (Traunreut): 16.Juni
Das private Sammler-Museum Das Maximum zeigt jeweils vier deutsche und us-amerikanische Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf über 3000qm einer ehemaligen Fabrikanlage werden Werke von Georg Baselitz, Imi Knoebel, Uwe Lausen, Maria Zerres, John Chamberlain, Dan Flavin, Walter de Maria und Andy Warhol präsentiert. Es handelt sich um die Sammlung des bedeutenden Galeristen Heiner Friedrich. Die Werke aus fünf Jahrzehnten laden auch zum Dialog über die Disziplinengrenzen hinweg ein. Fragen zu parallelen Phänomenen könnten z.B. den Umgang von Kreativen mit der Populärkultur, neue Wege der Adressierung von Rezipienten sowie die Berücksichtigung des räumlichen Kontexts umfassen. Neben der Betrachtung der Werke sollen das Konzept des Sammler-Museums, die Frage der Umnutzung von Industriegebäuden und die Bedeutung von Galeristen im globalisierten 'Kunstbetrieb' diskutiert werden.


Lenbachhaus, Villa Stuck und Rupprecht-Geiger Archiv: 6.Juli
Nach mehrjähriger Sanierung und Erweiterung wird das Lenbachhaus im Mai 2013 wiedereröffnet. Im Zentrum der Exkursion werden die museale Präsentation und die Architektur des Erweiterungsbaus stehen. Einen zweiten Schwerpunkt wird hierbei der Umgang mit der Künstlerresidenz bilden. Der Besuch der Villa Stuck erlaubt eine vergleichende Betrachtung, da hier ein repräsentatives Künstlerhaus der letzten Jahrhundertwende Ausstellungsräume für (zeitgenössische) Kunst beherbergt. Den Abschluss bilden wird ein Besuch im Rupprecht Geiger Archiv, das sich im ehemaligen Atelierhaus des 2009 verstorbenen Künstlers befindet. Das Atelier selbst wird so bewahrt, als habe der Künstler den Raum nur kurz verlassen.