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Die Revolution findet auf der Straße statt!


Titel Die Revolution findet auf der Straße statt. Gesellschaftlicher Wandel und nicht-institutionalisierte Kunst im öffentlichen Raum
Dozent(in) Rebecca Gulowski, M.A.; Dr. Stefan Hartmann
Termine Fr. 11.04., Fr. 25.04. 16:00 - 17:30, Fr. 09.05., Fr. 23.05., Fr. 06.06., Fr. 20.06., Fr. 04.07. 16:00 - 19:00
Gebäude / Raum 2128, Gebäude D
Anmeldung Stefan.Hartmann[at)phil.uni-augsburg.de

Inhalt der Lehrveranstaltung:

Die Verbindung von Street Art und Protestkultur scheint heute evident. Abbildungen einschlägiger Graffiti und Plakate, von Happenings und Performances im öffentlichen Raum gingen etwa im Zusammenhang mit den Ereignissen des Arabischen Frühlings sowie im Kontext der Finanzkrise um die Welt. Ziel der interdisziplinären Veranstaltung ist eine kunst- und kulturhistorische Verortung dieser Phänomene, die ergänzt wird durch eine sozialwissenschaftliche Betrachtung. Fokussiert werden soll dabei auf mögliche Zusammenhänge zwischen den ‚Revolutionen‘ in der Gesellschaft und in der Kunst. Gemeint sind hierbei insbesondere nicht-institutionalisierte Kunstpraxen und -räume; produktive Wechselwirkungen zwischen Künstlern und gesellschaftlichen Revolutionären; der Künstler als Revolutionär; Kunst im Dienst der Revolution sowie ‚revolutionäre‘ Kunst. Hieran schließt sich die Frage nach der Existenz einer spezifischen Ästhetik der Revolution an. Den Ausgangspunkt hierfür werden die 1960er Jahre bilden – ein Jahrzehnt, das längst kanonisiert ist als Phase ‚revolutionärer‘ Umwälzungen in Kunst und Gesellschaft. Im Zentrum stehen wird dabei der Situationismus. Das Ziel der 1957 gegründeten Situationistischen Internationalen war die Weltrevolution, durch Interventionen im Alltag bzw. letztlich durch die umfassende Neugestaltung des Alltags. Dem Umfeld der S.I. zuzuordnen sind unter anderem Fluxus und die Gruppe SPUR. Aber auch die Pariser Studentenunruhen im Mai 1968 wurden durch situationistisches Gedankengut stimuliert.