Suche

Einführung in die Theorie der Kulturwissenschaften


 

Titel Einführung in dieTheorie der Kulturwissenschaften
Dozent(in) Dr. Stefan Lindl; Dr. Stefan Hartmann
Termin 13.03., 12.30-17.30 Uhr; 14. und 15.03.: 10.00-17.30 Uhr
Gebäude / Raum Gebäude U (Innocube), Raum 101
Anmeldung

Stefan.Hartmann@phil.uni-augsburg.de

Inhalt der Lehrveranstaltung

Theorie wird gewöhnlich als sperrig angesehen. Sie sei ein nur mühevoll zugänglicher Wissensbereich, heißt es. Schwere Texte, unverständliche Definitionen, Fremdworte, Neologismen fänden sich in ihr, deren Inhalte sich kaum erschließen lassen. Gleichzeitig sind Theorien jedoch die Grundlage, beziehungsweise Bestandteile wissenschaftlicher Abschlussarbeiten auch in den empirischen Geistes- und Sozialwissenschaften.

 

Dieser Workshop versucht die Vorurteile und Theorie-Klischees zu hinterfragen. Einerseits geschieht dies durch ein Lehrkonzept, das ‚Soziale Wissensplastik’ heißt. Es geht davon aus, dass alle geisteswissenschaftlichen Theorien auf Alltagserfahrungen ruhen und deswegen einfach zugänglich wären, wenn nicht die sprachliche Überhöhung dieser Alltagserfahrung im Wege stünde. Sie schafft die Distanz zwischen Theorie und Nicht-Theoretiker. Mit diesem Lehrkonzept werden aus dem vorhandenen Wissen der Teilnehmer mit Hilfe eines Moderators theoretische Positionen konzipiert. Beispielsweise die sehr differierenden Diskurstheorien von Foucault und Habermas.

Andererseits wird in diesem Workshop eine leicht verständliche Erkenntnistheorie eingeführt, die auf Gestaltung von kulturellen Produkten beruht. Mit dieser Theorie lassen sich verschiedenste, scheinbar unvergleichliche Dinge vergleichen: Beispielsweise Architektur und theoretische Positionen. In der Analyse und im Vergleich beider erklärt das eine Objekt das andere. Deswegen wird speziell in dieser Veranstaltung die Betrachtung von Architektur, also sozialen Raumkonzepten, kombiniert mit theoretischen Texten.

Am Ende des Workshops wird ein eigener theoretischer Essay verfasst. Die Kompetenz, die erlangt werden sollte, liegt in dem eigenständigen und souveränen Umgang mit theoretischen Texten.

 

Dadurch ergibt sich folgende Gliederung der Veranstaltung:

 

I. Teil: Theorieverständnis

1.       Erstellen verschiedener Sozialer Wissensplastiken (Foucault, Derrida, Habermas, Gadamer etc.)

2.       Lesen von theoretischen Texten (Anwenden und Abwandeln der Sozialen Wissensplastiken)

3.       Vorstellung der Erkenntnistheorie des Gestaltens

 

II. Teil: Architekturverständnis

 

1.       Ortstermin: Augsburger Bauwerke

2.       Erläuterungen durch Dr. Stefan Hartmann

 

III: Teil: Synthese

1.       Gemeinsame und individuelle Erarbeitung von Essays.

2.       Besprechung der Essays.