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Dr. Gerhard Vitek


Direktor des Mozarthaus Vienna

Mozarthaus Vienna
Idee und Realisierung eines Hauses für Mozart und die Stadt Wien

Mozart schrieb am 4. April 1781, kurz nach seiner Ankunft in Wien, an seinen Vater Leopold nach Salzburg: „Mon très cher Père … ich versichere sie, daß hier ein Herrlicher ort ist – und für mein Metier der beste ort von der Welt.“

Dieses Zitat kann als Motto in der Entwicklung des Mozarthauses Vienna gesehen werden, das sich an diesem musikhistorisch so bedeutenden Ort seit der nachhaltigen Neukonzipierung und Neupositionierung der Präsentation mit Leben und Werk des Komponisten insbesondere in Wien beschäftigt. Es handelt sich um die einzige erhaltene Wiener Wohnung Mozarts. Hier entstand in den Jahren zwischen 1784 und 1787 der Großteil seiner Kompositionen, etwa die Oper „Le Nozze di Figaro“ und sein d-Moll-Klavierkonzert sowie zahlreiche Kammermusikwerke. Im heutigen Mozarthaus Vienna hat der Komponist auch die vielleicht wichtigsten Jahre seines künsterlischen Schaffens verbracht. 

Anlässlich des Mozartjahres 2006 ergab sich ein einmaliges Zeitfenster, um trotz schwierigster Rahmenbedingungen die bis dahin vernachlässigte Gedenkstätte neu zu positionieren. Inhaltliche Hauptintention war es, Mozarts künstlerisches Leben und kompositorisches Schaffen am authentischen Ort mit seinem musikalischen und gesellschaftlichen Umfeld sowie einer Würdigung der Musikstadt Wien zu verknüpfen und einem möglichst breiten Publikum zu vermitteln. Dieses Ziel sollte mit wirtschaftlichem Anspruch über eine zeitgemäße, aber allgemein verständliche Präsentation erreicht werden, um so ein unvergleichliches Besuchserlebnis zu schaffen. Seit neun Jahren verzeichnet das Haus mit seinem abwechslungsreichen Programm kontinuierlich steigende BesucherInnenzahlen, rund 176.000 waren es im vergangenen Jahr, was den eingeschlagenen Weg bestätigt.
 

29. November 2017, 18.15 – 19.45 Uhr, Maximilianmuseum Augsburg (Fuggerplatz 1)