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Globaler Wettbewerb, Verwandlung von Staatlichkeit und die evidenzbasierte Regierung der Schule.


Eine Dispositivanalyse zum mehrstufigen Prozess der Programmierung und Kontrolle von Schulpraxis im Kontext aktueller Wettbewerbsstrategien und Strategien der Verwissenschaftlichung von Bildungspolitik (Arbeitstitel)



Beteiligte Personen

Ludwig Gasteiger, MA Soziologie (Promovend)

Prof. Dr. Werner Schneider (Erstbetreuer)


Kurzbeschreibung

Ausgehend von der Frage nach der Verwandlung des Verhältnisses von Bildungswissenschaft und Bildungspolitik wird die Strategie der Qualitätssicherung untersucht und die Entstehung einer eigenständigen Sphäre der Evidenzproduktion (Bildungsmonitoring) rekonstruiert. Diese Wissensproduktionsinfrastruktur basiert auf der bildungspolitischen Finanzierung, Beauftragung und Kontrolle von diskursiven Praktiken (Bildungsberichterstattung, Schulleistungsvergleichsstudien, etc.) und auf einer Kooperation nationaler bildungspolitischer Instanzen (u.a. KMK) mit der OECD. Allerdings kann gezeigt werden, dass es sowohl zwischen den multiplen globalen Ordnungsinstanzen (OECD, WTO/GATS, EU etc.) als auch zwischen diesen und den nationalen Instanzen (KMK, BMBF, Ministerien und Parlamente der Länder) eine Konkurrenz um Wissensproduktions- und Entscheidungskompetenzen gibt. Diese strukturelle Transformation der gesellschaftlichen Reflexion über Bildung und Schule bildet die Basis einer neuen Rationalität der Regierung (Gouvernementalität) der Schule. Es wird untersucht, welche Wettbewerbsmodalitäten im Kontext der sog. evidenzbasierten Bildungspolitik zwischen Schulsystemen, involvierten Instanzen und Akteuren erfunden werden und welche Nebenfolgen diese vor allem mit Blick auf die selektive Funktion institutioneller Mechanismen erzeugen.


Ausführliche Projektbeschreibung

Den Überblick über das Dissertationsprojekt finden Sie hier (als PDF) zum Download.